Unter der Losung „Gemeinschaft neu erleben“ hatte die Kirchengemeinde am ersten Julisonntag zum Gottesdienst im Festzelt „Unter den Eichen“ eingeladen.

Das Blasorchester Wellerode unter der Leitung von Gerd Weinreich intonierte zu Beginn „Friends for Life“ von Dizzy Stratford. An diesem Morgen – so Frau Pfarrerin Kerstin Grenzebach bei Ihrer Begrüßung- ist es an der Zeit, auch einmal Gott dafür danke zu sagen, dass wir schon das ganze Jahr „1000 Jahre Vollmarshausen“ feiern können. Das Orchester begleitete die Gemeinde beim Eingangslied „Geh aus mein Herz und suche Freud'.“

Auf das von Frau Grenzebach gesprochene Psalmgebet antwortete die Gemeinde mit „Dafür loben wir dich.“ Als Schriftlesung hörte die Gemeinde an diesem Morgen Worte aus dem 12. Kapitel des Römerbriefes, vorgetragen von Frau Prädikantin Jennifer Armbröster. „Eure Liebe muss aufrichtig sein. Verabscheut das Schlechte und lasst nicht ab vom Guten. Einer soll den anderen als Bruder herzlich lieben und ihn höher stellen als sich selbst. Lasst euch von Gottes Geist durchdringen und dienet bereitwillig dem Herrn.. Sorgt für alle im Volk Gottes die es nötig haben und wetteifert in der Gestfreundschaft.“ Nach dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis stimmten Orchester und Gemeinde „Komm' sag es allen weiter“ an.

1000 Jahre- so Frau Pfarrerin Grenzebach zu Beginn Ihrer Predigt- das ist schon ein stolzes Alter für ein Dorf. Was haben die letzten 33 Generationen da alles erlebt? Die Kreuzzüge, die Reformation, viele Kriege. Da wurde die Welt einmal komplett auf den Kopf gestellt. Es sind aber auch viele Siedlungen verschwunden, so dass man sich fragen kann, was unser Dorf da so lebens- und liebenswert macht. Da wäre zum einen sicher die geographische Lage. Man ist schnell in den Zentren, Wahle-Ecke- und Fahrenbach sorgen für genügend Wasser. Es lebt sich gut hier, es gibt Ärzte, Apotheken, eine Tankstelle und Gaststätten. Das Dorf ist aber nicht so groß, dass man sich aus den Augen verliert. Als Sie vor 18 Jahren ihre Pfarrstelle antrat- so Frau Grenzebach weiter- war alles neu und man musste sich erst einmal einfinden. Schon nach kurzer Zeit fand Sie einmal auf dem Alter ein Bild, das jemand von Ihr mit den traditionellen „Vollmarshäuser Baddschen“ gemacht hatte. „Da wusste ich, jetzt bin ich im Dorf angekommen.“ Ein Dorf wird lebens – und liebenswert, wenn ein gutes Miteinander entsteht und bleibt. Da kann man Gemeinschaft neu erleben. Jesus hat gesagt: „Du sollst den Herrn,deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Da wird der Mensch menschlich, damit ist alles gesagt. Nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann auch zu anderen gut sein. Es tut gut, sich immer wieder selbst zu reflektieren, seine Schwächen und Begabungen zu erkennen. Wir sollen den Menschen mit offenen Augen und Herzen begegnen und sie nicht in Schubladen stecken. Denn so verliert man den Blick dafür, was in dem Menschen steckt. Sei immer bereit und offen dafür, den Menschen neu zu begegnen. Teile was du hast, ohne Angst zu haben, es käme einer zu kurz. Gott lieben, ihm unser Leben anvertrauen und sich jeden Morgen neu in seine Gegenwart zu stellen- hinter diesem Anspruch bleiben wir oft zurück. Aber wenn es gelingt, fühlen wir uns wohl und sind gut aufgehoben. Viele haben für dieses Fest gearbeitet, Ihnen gilt unser Dank und unsere Anerkennung. Freuen wir uns, dass die Menschen sich hier seit 1000 Jahren wohlfühlen. Lasst uns Gemeinschaft neu erleben.

Nach „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ dankten Frau Grenzebach und Frau Armbröster in der Fürbitte noch einmal dafür, dass so viele Menschen- Männer, Frauen Kinder, Alte und Junge, Zugezogene und alt eingesessene- mit Ihren unterschiedlichen Begabungen und Talenten zum Gelingen des Festes beigetragen haben. „Lass uns diese Vielfalt als Geschenk ansehen, die unser Leben bunt macht. Wir wollen lernen, mit offenen Augen und Herzen aufeinander zu zugehen und einander mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen.“ Als Segenslied stimmten Orchester und Gemeinde „Bewahre uns Gott“ an.

Nach dem von Frau Pfarrerin Grenzebach gesprochenen Segen wurde die Gemeinde dann mit „One Moment in Time“ aus der Feder von Albert Hammond auf den Festplatz geleitet. Kirchengemeinde und Kirchenvorstand wünschen allen ein fröhliches und friedliches Fest und für den weiteren Verlauf des Jubiläumsjahres Gottes guten Segen.

 

Oliver Knaack

 

 

Beim Blick aus dem Fenster am Tauffestmorgen konnte man schon ein wenig traurig werden: Es regnete Bindfäden. Aber dabei war es immerhin einigermaßen warm und die Familien der Taufkinder und Tauferinnerungskinder kamen dennoch gut gestimmt am Naturfreundehaus an. Die Naturfreunde hatten Tische und Bänke gestellt, rasch wurden noch Zelte aufgebaut, die Bratwurst lag bereit und auch für Getränke war gesorgt. Es dauerte ein wenig, bis die große Zahl Besucher des Tauffestes einen einigermaßen trockenen Platz gefunden hatte und die Jugendband der katholischen Kirchengemeinde Lohfelden in den Gottesdienst einstimmen konnte. Pfarrerin Grimmell-Kühl aus Eiterhagen/Wattenbach und Pfarrerin Grenzebach feierten einen fröhlichen, ansprechenden und kurzweiligen Gottesdienst mit der Taufgemeinde, in dem viel gesungen, mit Händen und Füßen gebetet  und über die vielschichtige Bedeutung des Wassers gepredigt wurde.

 

 

 

Zur Taufe begaben sich die einzelnen Familien zur extra für dieses Fest von den Naturfreunden freigelegten Quelle mit aufgestellter Taufschale, die idyllisch im Trockenen lag und schon aus diesem Grund eine ganz besondere Stimmung ausstrahlte. Die Familien und teilweise die Gemeinde konnten von oben die Taufe begleiten, während die Familie im engsten Kreis für sich war. Yuna, Brandon-Lee, Nea, Kani, Elas und Matteo meisterten diesen besonderen Ort und die Taufe mit doch recht frischem Quellwasser sehr gut, während Paten, Eltern und Geschwister berührt und sichtlich ergriffen von Gottes Segen an ihrer Seite waren. Die Taufkinder bekamen einen Eichensetzling geschenkt, der sie immer an ihre Taufe an einem besonderen Ort erinnern wird. Während der Taufe konnten alle anderen Kinder sich an ihre Taufe erinnern und ihr Taufvögelchen vom Baum abnehmen.

 

 

 

 

 

Lied, Gebet und Segen für alle rundeten den Gottesdienst ab. Nun wurde geschnuddelt, gegessen, getrunken und Taufe gefeiert und der Regen hatte mittlerweile nachgelassen. Es war ein gelungenes Fest für das wir alle sehr dankbar sind und das nur als Team so werden konnte wie es war. Darum noch einmal DANKE: den Naturfreunden für die fantastische Organisation, der Band der katholischen Kirchengemeinde Lohfelden für die schöne Musik, Pfarrerin Grimmell-Kühl für ihr Mitwirken, dem Team der ev. Kirche Vollmarshausen für die Begleitung des Gottesdienstes und allen wackeren Gottesdienstbesuchern, dass sie sich auf den Weg gemacht haben. Wir haben entschieden und geplant: am Sonntag, den 21. Juni 2020 um 11 Uhr werden wir wieder einen Taufgottesdienst am Naturfreundehaus feiern.

 

 

 

 

Nachdem im September das neue monatliche Kinderangebot „Kids in Action“ unter dem Motto „Cool running“ anlief, stand die Oktober-Aktion ganz im Zeichen des Erntedankfestes. In Schule und Kindergarten wurde mit bunten Flyern eingeladen und so machten sich am Samstag den 7. Oktober um 10 Uhr vierzehn Jungen und Mädchen auf den Weg zur Arche. Dort erwarteten sie vier motivierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die Jugendarbeiterin Frauke Worttmann und Vikarin Anna Debes mit einem bunten Herbstprogramm.

„Einfach spitze, dass du da bist“ wurde zur Begrüßung gesungen und dann ging es auch schon los. Passend zur Erntezeit spielten die Kinder Obstsalat und zeigten bei „Ich packe meinen Koffer“ wie viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten sie kennen. Anschließend galt es einem Gespräch zwischen zwei Vogelscheuchen zu lauschen. Sie unterhielten sich darüber, wie gut die Menschen es haben, weil Gott ihnen das Leben und die Welt geschenkt hat.  

Danach wurde in zwei Gruppen gebastelt und gebacken. Aus Filz, Pappkarton, Stoffresten und Stroh entstanden bunte Vogelscheuchen, die nun ein bisschen Herbst in so manches Kinderzimmer bringen. Die Bäcker zauberten aus Mehl, Milch, Eiern und Butter kleine Brotfladen, deren Duft die ganze Arche erfüllte.  

Zum Schluss wurde noch das Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt“ gesungen und mit passenden Bewegungen choreographiert.  

Dann musste das Brot noch probiert werden. Pünktlich um 12 Uhr endete „Kids in Action“ zu Erntedank mit einem Segenskreis. Die Eltern bestaunten die gebastelten Vogelscheuchen und durften vom selbstgebackenen Brot probieren. Die Kinder und Mitarbeitenden hatten viel Spaß und freuen sich bereits auf „Kids in Action“ im November.  

Am Sonntag präsentierten die Kinder ihr Bewegungslied dann noch stolz im Gottesdienst und zeigten den Erwachsenen, wofür wir an Erntedank dankbar sein können. 

 

Schon am  Samstagmorgen konnte man emsiges Treiben in und vor der Kirche beobachten: Musiker waren mit dem  Soundcheck beschäftigt und besprachen letzte Details. Tische wurden gestellt und dekoriert, Kuchen gebracht, Getränke geschleppt und ein Imbisswagen aufgestellt. Und das alles bei schönstem Sonnenschein, der unsere Kirche und den Kirchgarten herrlich erstrahlen ließ und auch auf den Gesichtern all der fleißigen Helferinnen und Helfer und der Musiker zu sehen war. Diese außergewöhnlich freundliche und strahlende Stimmung sollte sich durch zwei Tage und damit 1000 Minuten Musik ziehen wie ein roter Faden. 

Um 14.30 Uhr ging dann endlich das Programm los. Der Posaunenchor Niederkaufungen eröffnete würdig und festlich im Kirchgarten mit wunderbaren Chorälen - unter anderem mit dem 1000 Jahre alten „Christ ist erstanden“ - vor zahlreichen Zuschauern, die Musik und Ort sichtlich genossen, das Wochenende der 1000 Minuten Musik. Pfarrerin Kerstin Grenzebach sprach von der Kraft der Musik, die sogar, so erzählt die Bibel in der Apostelgeschichte, Gefängnistüren und Mauern einstürzen lassen kann.

Der Chor der Sing- und Musikgruppe Vollmarshausen und das Orchester der Musikschule Söhre-Kaufunger-Wald luden im Anschluss zum Mitsingen von Frühlingsliedern in die Kirche ein, sodass die Zuschauer ihre Stimmen zum Klingen bringen konnten. Mit viel Freude und Spaß wurde mitgesungen und mancher bemerkte, dass er seine eigene Singstimme lange nicht mehr gehört hatte. Vor der Kirche wurde es nun wuselig, denn die Kinder der Grundschule Vollmarshausen machten sich für ihren Auftritt bereit. War die Kirche schon vorher sehr gut gefüllt, zeigte sich jetzt, dass immer noch einer reinpasst. Leidenschaftlich und hoch konzentriert begeisterten die Kinder Jung und Alt und steckten mit ihrer Fröhlichkeit alle an.

Die Kinder verließen die Kirche, manche Zuschauer gingen und wieder neue kamen,  um die nächsten Gäste aus Gotha von der Kreismusikschule „Louis Spohr“ zu begrüßen und ihnen zu lauschen. So war es ein lebendiges Kommen und Gehen wie man es selbst wollte, das diese Stunden prägte und ausmachte.  Auch den Gothaern war die Freude am Musizieren abzuspüren, die sich im Nu auf die Zuhörer übertrug. Von Gotha ging die Reise der Musik nun über die Grenzen zum Chor aus Trutnow, der sich mit deutschen und tschechischen Liedern und fröhlichster Ausstrahlung in die Herzen der Menschen sang.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sagte Beate Dawin, eine der drei Organisatorinnen: „Ich freue mich sehr über die Lebendigkeit und Fröhlichkeit all der Musiker. Man sieht heute so viele strahlende Gesichter, auch unter den Zuhörern. Das macht mich unendlich froh.“ Ihr Mann Wolfram Dawin, der die Idee zu den 1000 Minuten Musik hatte, sie und Monika Bruhns, deren gesamte Familie das ganze Wochenende mit anpackte, hatten mit großem Engagement, viel Arbeit und  Kraft diese zwei Tage über ein Jahr lang vorbereit. Wirklich großartig haben diese drei diese herausragende Veranstaltung organisiert. Sie freuten sich sichtlich daran, wie gut der Wechsel der Musiker funktionierte und wie lebendig und gut gelaunt die Zuhörer zwischen Kirche und Kirchgarten unterwegs waren. Und sie waren unendlich dankbar für ihre zahlreichen Unterstützer, die in der Kirchturmküche fleißig waren und hinter dem Tresen im Einsatz.

In das vielfältige Abendprogramm wurde mit den Chariot-Gospel-Singers aus Eschenstruth gestartet, die mit ihrem Gesang zum Mitklatschen einluden. Viele Freunde der Gospelmusik waren extra gekommen und blieben dann auch begeistert in der Kirche sitzen, als der nächste Chor angekündigt wurde. Der Shantychor aus Landwehrhagen nahm alle mit auf große Fahrt über die Meere und brachte mit dem Lied „auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ die Menschen zum Schunkeln. Rasch konnte man sich wie ein Seemann fühlen und den Duft des Meeres riechen.

Den Samstagabend beschloss die Rockband Six-Five-Zero und brachte die Kirche zum Kochen. War zunächst spürbar, dass sich sowohl Musiker als auch Zuhörer mit Rockmusik in der Kirche anfreunden mussten, wandelte sich die Ehrfurcht schnell in blanke Freude über diese Musik genau an diesem Ort. Die Band animierte sogar  noch einige Chariots zum Mitsingen und bald wurde im Gang und vor dem Altar fröhlich getanzt.

 

Über 2000 Besucher konnten wir an diesem ersten Tag bereits zählen. Wir alle waren von dieser enormen Zahl völlig überwältigt. Monika Bruhns meinte: „Ich bin tatsächlich überrascht von diesem riesigen Zuspruch. Das hätte ich nicht zu träumen gewagt. Ich glaube das liegt an der Vielfalt der Musikangebote und den dadurch sehr vielfältigen Besuchern.“

Am Sonntag um 11 Uhr sollte es genauso begeisternd weitergehen. Zum Gottesdienst, mit dem wir in diesen musikalischen Sonntag einstimmten und den der Laudamus-Nikolai-Chor mitgestaltete, kamen bereits 100 Menschen. Es schien als hätte sich die Freude an der Musik durch den ganzen Samstag und durch die Nacht in den Gottesdienst getragen, denn die Besucher sangen dermaßen leidenschaftlich und engagiert mit, dass es eine Freude war. Das Blasorchester Wellerode empfing  nach dem Gottesdienst im Kirchgarten seine Zuhörer mit mitreißenden Melodien und wieder konnte man bei bestem Wetter diesen schönen Ort auf besondere Weise genießen und es sich richtig gut gehen lassen. Wieder sah man  viele lächelnde und fröhliche Gesichter.

Maren Bultmann lud nun ein, es sich wieder in der Kirche gemütlich zu machen und faszinierte die Zuhörer mit ihrem Orgelspiel. Wär hätte geahnt, was auf einer Orgel alles möglich ist. Familie Geismann, Mutter, Vater und vier Töchter, erzählte musikalisch Geschichten und beeindruckte mit ihrem Auftreten und Können. Heinz Ebrecht baute im Anschluss sein Keyboard auf und vergnügte mit lebensfroher Unterhaltungsmusik. „Cello gesucht“ brachte zauberhaften Gesang und zwei Gitarren in die Kirche und mancher summte versonnen mit. Der Männerchor 1886 aus Vollmarshausen und der Männergesangverein Dörnhagen 1889 e.V. erfüllte unsere für Gesang akustisch fantastische Kirche mit klangvollen, warmen Männerstimmen. Die Menschen waren nahezu ergriffen von diesem Klang und kamen aus dem Staunen kaum heraus. Manni Schmelz und die Nordhessischen Tenöre mit Melanie brachten wieder ein anderes Musikgenre zum Klingen. Charmant und galant brachten sie mit ihren bekannten Melodien viele dazu, in Erinnerungen zu schwelgen. Wolfram Dawin bemerkte nach diesem Auftritt: „Ich staune darüber, dass Musik, der ich bisher gar nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt habe, einen solchen Reiz für mich haben kann.“ Solche Erfahrungen sind nur möglich, wenn verschiedene Musikstile in kürzester Zeit zum Klingen kommen und immer wieder zum Bleiben einladen.

Ruhig und würdig beendete der Laudamus-Nikolai-Chor die 1000 Minuten Musik mit „Einer kleinen Nachtmusik“. Schöner und gelungener hätten diese musikalischen Stunden nicht zu Ende gehen können.

Welch` organisatorisches  Meisterwerk haben Beate und Wolfram Dawin sowie Monika Bruhns vollbracht! Von ganzem Herzen Danke dafür. Danke an alle Musiker und Musikerinnen (es waren übrigens 337 Akteure), die kostenfrei und gut gelaunt aufspielten und sangen. Alle haben mit ihrer Musik beeindruckt, gefesselt und begeistert. Danke allen Helferinnen und Helfern, ohne die dieses Fest nicht möglich gewesen wäre. Danke den tausenden (wir haben tatsächlich über 3000 gezählt) Besucherinnen und Besuchern, die den Musikern mit ihrem Applaus Hochachtung und Wertschätzung schenkten und auch für uns als veranstaltende Kirchengemeinde viele lobende Worte hatten.  

Als Pfarrerin der Vollmarshäuser Kirchengemeinde bin ich dankbar und stolz, zwei solch unvergessliche Tage erlebt haben zu dürfen! Es ist ein Segen, dass wir bei strahlendem Sonnenschein 1000 Minuten voller Musik aller Genre, mit unterschiedlichsten Menschen jeden Alters in und vor der Kirche außergewöhnlich feiern konnten. Deutlich wurde, wie Musik Menschen verbinden und zusammenführen  kann. Das Strahlen der Gesichter der Besucher erzählte 1000 Minuten davon und ließ uns 1000 Minuten offene Dorfgemeinschaft erleben. Viele Menschen kamen über die Musik bei Kaffee, Wein oder Bier ins Gespräch und manche lernten sich neu kennen.

1000 Jahre Vollmarshausen – 1000 Minuten Musik -  an einem historischen Ort, der Kirche, die 1019 in der Geburtsstunde unseres Dorfes eine entscheidende Rolle spielte. 

Pfarrerin Kerstin Grenzebach




Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die am Erntedankfest Lebensmittel aller Art für die Kasseler Tafel spendeten. Die Kirche konnte mit dieser großen Anzahl Lebensmittel sehr schön und außergewöhnlich geschmückt werden. Das kreative „Schmück-Team“ hatte sich etwas sehr besonderes einfallen lassen: vier prall gefüllte Einkaufswagen aus dem Supermarkt standen vor dem Altar und noch ein Wagen voll war sehr schön rund um diese Wagen aufgebaut. Da staunten die Gottesdienstbesucher als sie in die Kirche kamen. Nach einem schönen Gottesdienst, der musikalisch vom Laudamus/Nikolai/Chor unter der Leitung von Elke Phieler begleitet  wurde und in dem die Kinder ein „Dankelied“ sangen, konnte man aus sechs verschiedenen Suppen wählen, die die Mitglieder des Fördervereins für unsere Kinder- und Jugendarbeit gekocht hatten.

 

Am nächsten Morgen kamen Mitarbeiter der Kasseler Tafel und staunten nicht schlecht, wie groß die Menge der Erntegaben war. Dankeschön!

 

 

Advent und Weihnachten haben wir für die Aktion Brot für die Welt gesammelt. Dieses Jahr unterstützten wir ein Projekt, in dem es um gesunde Ernährung für schwangere Frauen und für Kinder in Indonesien geht. Wir freuen uns und sind dankbar, dass 4810 Euro an Spenden zusammengekommen sind. Gott segne Geber und Gabe. DANKESCHÖN!

 

Als ein kraftvolles und gut organisiertes Team der Kirchengemeinde am Morgen des 17. Septembers die Tische und Bänke für das Tauffest am Brunnen aufstellte und einen schönen Altar aufbaute, waren alle schon ziemlich sicher: das Wetter wird sich halten. So konnten wir deutlich entspannter in einen lebendigen und fröhlichen Gottesdienstmorgen starten.

Die sechs Tauffamilien machten es sich an den Tischen mit all ihren mitgebrachten Leckereien gemütlich, die Starboys stimmten die Gitarren und checkten den Sound, das Team der Jukeboxx bereitete die Theke vor, die Vikarin und die Pfarrerin standen mit geröteten Wangen parat und freuten sich über so viele Menschen, die auch ganz unabhängig von den Tauffamilien gekommen waren,  um an diesem sehr schönen Ort einen außergewöhnlichen Gottesdienst zu feiern.

    

Für die Tauffamilien, die sich ganz bewusst für diese Art der Taufe entschieden hatten, war es ein richtiges tolles Fest, bei dem sie sich rundum wohl fühlten. Die Kinder tanzten fröhlich zur Musik, konnten auch mal rum laufen und keiner musste „Pscht“ zu ihnen sagen. Die Erwachsenen stimmten in die meist leicht singbaren Lieder gerne ein, auch wenn der eine oder die andere auch schon mal lieber in ein Stück Kuchen biss. Aber alles war in Ordnung so, denn es war eine kunterbunte Gemeinschaft, die gemeinsam Taufe feierte. Jede Tauffamilie kam dann einzelnen zum Brunnen, wo das Taufkind persönlich angesprochen und mit fließendem ziemlich kühlen Brunnenwasser in den Namen Gottes getauft wurde.

  

Die neu dazu gewonnenen Gemeindeglieder wurden dann begrüßt, die Eltern und Paten gesegnet und nach dem Segen für alle blieben viele Menschen noch lange in der dann auch schon ziemlich warm scheinenden Sonne sitzen und feierten diesen Tag.

 

Danke allen, die dieses Fest vorbereitet und organisiert haben. Danke dem Team der Jukeboxx für die gute Zusammenarbeit, den Starboys für die Musik, den Schützen, der Familie Pruin und der Grundschule für die Bierzeltgarnituren, den Treckerfahrern und Frau Gundelach für das Bringen der Tische und Bänke, dem Aufbauteam und allen, die gekommen sind mitzufeiern.

Ein Bericht zur Ökumenischen Bibelwoche:

Es ist gute Tradition, dass die Katholische Kirche „Don Bosco“ und  die Evangelischen Kirchengemeinden Lohfelden und Vollmarshausen zu drei Ökumenischen Bibelabenden einladen.

Und Ende März war es dann mal wieder soweit. Unter dem die Woche begleitenden Motto „Wie Paulus glauben?!“ lud die Kirchengemeinde Vollmarshausen am Montagabend die Teilnehmer ein, sich unter dem Aspekt „Gemeinschaft“ mit dem Philipperbrief zu beschäftigen. Pfarrerin Kerstin Grenzebach und Prädikantin Jennifer Armbröster gestalteten diesen Abend, der mit einer eindrucksvollen Teamarbeit zum Thema „Gemeinschaft“ endete.

Am Mittwochabend wurden alle Teilnehmenden in Don Bosco gastfreundlich empfangen und mit Unterstützung von Diakon Froeba und Josef Kulik vom Ökumeneausschuß entwickelte sich ein interessanter Abend des geschwisterlichen Austauschs über den Philipperbrief und den Apostel Paulus.

Am Freitagabend ging die Bibelwoche dann im Evangelischen Gemeindezentrum Crumbach zu Ende. Pfarrerin Fugmann-Szugfill, Vikarin Nelli Michels, Marion Vogel und Walter Meiß vom Ökumeneausschuß gestalteten diesen Abend, der zur Reflektion von Vorbildern einlud und den Teilnehmern Mut und Lust machte, sich als „Himmelsbürger“ zu verorten.

An allen Abenden fand sich eine freundlich- geschwisterliche, kommunikative, theologisch interessierte und kreative Teilnehmergruppe von jeweils 12-15 Personen zusammen.

Das war wirklich ein Geschenk an Gemeinschaft im Glauben! Schön, dass SIE da waren!

Am Sonntagabend wurde dann in der Kirche Vollmarshausen der Ökumenische Abschlussgottesdienst gefeiert, der zahlreich besucht war und vom Ökumeneausschuß, Vikarin Michels und Pfarrerin Fugmann-Szugfill gestaltet wurde. An der Orgel war die wunderbare Musik von Maren Bultmann zu hören.

 

 

 

 

 

Vom 8.-10.09.2017 verbrachte der Kirchenvorstand mit anderen aktiven Gemeindemitgliedern ein informatives, aktives, inspirierendes und spirituelles Wochenende in der Klosteranlage von Germerode. In der Kulisse der alten Gemäuer stand das Thema: „Taufe“ im Vordergrund. Ein passendes Motto für das Wochenende ist: „Die Phantasie ist der Humor der Kreativität“ – denn es wurde viel gelacht, gearbeitet und mitgenommen!

 

Begonnen hat das Seminar am Freitagabend mit der Auswertung der Gemeindeumfrage. Die Ergebnisse wurden diskutiert und einige Punkte zum Weiterdenken aufgeschrieben. (Ein ausführlicher Bericht über die Gemeinumfrage wird in Kürze in einem bzw. mehreren Teilen, im Blickpunkt, zu lesen sein.) Der Abend klang dann bei einer interessanten Art von Pantomime aus.

 

Der Samstag stand ganz unter dem Thema: „Taufe“.  Die externe Referentin Frau Fetzer führte uns in das Thema mit einem Bibliolog ein, indem wir selbst Teil einer Geschichte werden konnten. So öffnete sich die Gruppe für das Thema. Der Tag war eine Mischung aus informativen Vorträgen, hinterfragen der eigenen Erfahrungen mit Taufe, kreativer Austausch und Diskussionen. Es wurde festgestellt, dass unsere Gestaltung der Taufgottesdienste bereits sehr Variantenreich ist, es dennoch an der einen oder anderen Stelle Veränderungen vorgenommen werden könnten! Die festgehaltenen Ideen sollen in den Ausschüssen oder in neuen Arbeitskreisen weiterverfolgt werden. Am Abend brachte ein lebendiger Spieleabend die Gemeinschaft wieder in Schwung.

 

Die zwischen 1145-1170 erbaute Kirche lud dazu ein den Kirchenraum genauer zu betrachten. Und so wurde unter der Leitung der Jugendarbeiterin der Kirchenraum auf spezielle Art und Weise erkundet. Samstagabend im Schein von Taschenlampen erstrahlte die Kirche in einem ganz anderen Licht. Eine solche Betrachtungsweise schärfte den Blick für Details. Sonntagmorgen ging es mit vielen verschiedenen Methoden weiter: die sogenannte Kirchenraumpädagogik lenkt die Sinne in ungewöhnliche Richtungen und setzt neue Blickwinkel, welche immer wieder im gemeinsamen Austausch vorgestellt und ergänzt wurden.

 

Schnell ging das abwechslungsreiche Wochenende zu Ende und alle Teilnehmenden reisten mit dem Kopf voller Ideen, einer Menge guter Gespräche und guter Laune zurück nach Vollmarshausen.

 

 

Mit der Frage "Ist Ihnen und Euch die Kinder- und Jugendarbeit in der ev. Kirchengemeinde Vollmarshausen ein Herzensanliegen?" wurde der Kirchenvorstand, ehrenamtliche Mitarbeiter und Interessierte zur Zukunftswerkstatt am 16.03.2019 in die Arche eingeladen. Dieser Einladung folgten rund 17 Vollmarshäuserinnen, welche sich aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Müttern und Kirchenvorsteherinnen zusammensetzten.

Aber warum machten sich diese Menschen überhaupt auf den Weg?

Der Grund war die zukünftige Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit bei uns im Ort. Der Umfang der Stelle der ev. Kinder- und Jugendarbeit wurde reduziert. Konkret heißt dies, die Stunden für unsere Gemeindereferentin Frauke Worttmann wurden gekürzt. Die Stelle hatte jahrzehntelang einen Umfang von 30-Wochenstunden und wurde von der Landeskirche mitfinanziert. Voraussetzung für den Zuschuss ist es, dass die Kirchengemeinde min. 2.000 Gemeindemitglieder hat. Durch den demografischen Wandel, weniger Taufen und Austritte ist Vollmarshausen leider unter die 2.000 Mitglieder gerutscht. Dementsprechend fehlen 50 % der Finanzmittel, daher wird es ab 2020 nur noch eine Stelle mit dem Umfang von 20-Wochenstunden geben.

Zu Beginn der Zukunftswerkstatt hat Kerstin Grenzebach den Teilnehmenden einen genauen Überblick über den Grund des Zusammentreffens und die Finanzen gegeben. Anschließend hat Frauke Worttmann vorgestellt, welches vielfältige Angebot in der Kinder- und Jugendarbeit zur Zeit in Vollmarshausen angeboten und angenommen wird und wie zeitintensiv die einzelnen Bausteine sind.

Angeregt von der Vorstellung übernahm Oliver Teufel (Referent der Landeskirche) die Moderation und gab uns direkt einen Arbeitsauftrag, welchen wir in Kleingruppen bearbeiteten und anschließend der Gruppe vorstellten. Dabei ging es darum, was uns an der Jugendarbeit besonders wichtig ist und welche Angebote wir uns in Zukunft wünschen.

Direkt nach der Mittagspause ging es weiter mit der Frage, welche Angebote könnten unserer Meinung nach verändert, gekürzt oder gar ganz gestrichen werden...

Bei all diesen Fragen kamen konstruktive Gespräche und wertschätzende Diskussionen zustande. Im Ergebnis konnten wir festhalten, dass durch die Umstrukturierung und durch weiteres ehrenamtliches Engagement 140 Jahresstunden eingespart werden können. Dazu zählt u. a., dass das Krippenspiel in Zukunft nicht mehr unter der Leitung von Frauke Worttmann stattfindet und dass die Mädchengruppe "Schräge Vögel" kein wöchentliches Angebot mehr sein wird, sondern zu der Form von Aktionstagen wechselt.

Ob durch die geplanten Änderungen die gewünschte Wirkung der Einsparung erzielt wird, werden wir in 2020 feststellen. Was jedoch klar ist, dass was wir eingespart haben, reicht jedoch nicht aus. Es müssen noch 40 weitere Jahresstunden eingespart werden.

Zum Abschluss des Tages wurde eine Aussage getroffen, der alle Anwesenden zustimmten. Diese lautet wie folgt: Egal wie es weiter geht haben wir die Hoffnung, dass die Kinder und Jugendlichen die Einsparungen nicht merken und weiterhin gern zu uns in die Arche kommen und neugierig sind mit uns neues zu entdecken.

Zu dieser Aussage passt sehr gut das Motto des Förderkreises "Kinder brauchen Wertschätzung und Raum zur Entfaltung". Daher wird auch dieser weiterhin tatkräftig versuchen durch Spendensammlungen die Jugendarbeit weiterhin mitzufinanzieren, damit keine weiteren Stundenkürzungen erfolgen.

Lena Riemenschneider

 

….“, so die Worte einer Mutter, die mit Elan und Freude die knapp neun Kilometer lange Laufstrecke Richtung Vollmarshausen am ersten Kids-in-Aktion-Tag in dieser Form gemeinsam mit fünf anderen Läufern und Läuferinnen absolvierte. Die Kinder bekamen währenddessen ein buntes Programm mit unserer Jugendarbeiterin Frauke Worttmann und ihrem Team, sowie unserer Vikarin Anna Debes geboten. Der sinkende Petrus und seine Geschichte von Glauben und Vertrauen wurden kreativ erarbeitet und erlebt. Als die Eltern zur Kirche zurückkehrten trafen sie auf fröhliche und entspannte Kinder und nachdem sie erstmal ihren Durst löschten, hatten Groß und Klein gemeinsam noch richtig viel Spaß vor unserer schönen Kirche.

 

In einem waren wir uns alle einig: diese tolle Aktion muss wiederholt werden. Darum laden wir heute schon alle Kinder zu Kids in Aktion am 7. Oktober um 10 Uhr ein. Und alle Eltern laden wir auch um zehn zur Kirche zu kommen, um wieder gemeinsam zu laufen, zu walken oder spazieren zu gehen. Glaubt uns: das ist ein richtig guter Start in den Sonnabend und man kann das Wochenende mit mächtig viel Elan angehen.

Am vergangen Sonntag fand wie im letzten Jahr ein Familiennachmittag zu St. Martin statt. Er begann um 15 Uhr mit einem Mini-Gottesdienst mit Martinsanspiel, wo alle Anwesenden mitmachten. Im Anschluss ging es in die Arche zu Kaffee und Kuchen und verschiedenen Bastelstationen. Natürlich konnte man noch eine Laterne basteln, wenn man noch keine hatte. An den anderen Stationen gab es Eulen aus Kastanien oder Tonpapier, Sterne aus Butterbrotpapier oder Eisstielen und Nikoläuse aus Baumstämmen. Es wurde fleißig gepinselt, geschnitten und geklebt.
Um 17 Uhr trafen sich dann alle vor der Arche. Viele weitere Dorfbewohner stießen hinzu und begleitet von der Feuerwehr und angeführt von zwei Pferden ging der Laternenumzug los. Am Ende des zurückgelegten Weges war die Kirche, wo bereits der Förderkreis der Kinder- und Jugendarbeit mit Würstchen und Brezeln, sowie Glühwein und Punsch wartete.
 
 
 
 

 

 

Die Kinder war gut gelaunt und verstanden sich bestens und auch die Mütter hatten sich viel zu erzählen in den drei kunterbunten Tagen zum Thema „Alles hat seine Zeit“ im Haus der Jugend in Reichenbach. Wir hatten großes Glück und konnten nachdem das Ankommen durch schlimme Regenschauer manche Mama durchnässte, sogar in den entscheidenden Outdoormomenten die Sonne spüren. Zum ersten Mal baten die Pfarrerinnen Ulrike Grimmell-Kühl und Kerstin Grenzebach diese Wochenendfreizeit für Mütter und Kinder von Vollmarshausen bis Eiterhagen an. Am Schluss der Freizeit waren sich alle einig: es war eine super schöne Zeit! Das folgende Gedicht ist während der Mutter-Kind-Rallye entstanden und schenkt einen guten Einblick in das, was uns diese Freizeit über beschäftigte.

„Gefüllt mit Zeit der ganze Tach – wird uns geschenkt in Reichenbach.

Hier können wir uns mal besinnen – bei Aktivitäten draußen und drinnen.

So haben wir auch hier erkannt – durch´s Leben wird oft nur gerannt.

Wie wichtig sind doch die Minuten – in denen wir uns nicht so sputen.

Innehalten und verweilen – sich nicht immer so zerteilen.

Denn vieles sieht man erst gescheit – mit Gelassenheit und Achtsamkeit.

In der Ruhe liegt die Kraft – mit der man letztlich alles schafft.

Drum nutzen wir die Stunden heut und füllen sie mit Heiterkeit.

Mitunter haben wir uns die Zeit vertrieben und dieses kleine Gedicht geschrieben!“

Auf geht es nach Berg im Drautal ...

... dies dachte sich am 4. Oktober 2018 die Pilgergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Vollmarshausen. Pünktlich um 06:00 Uhr starteten wir mit dem Reisebus. Die Fahrt verlief einwandfrei. Bei der großen Mittagspause mit einem typischen "Pilger-Picknick" wurden die ersten Kontakte geknüpft. 

 

 

Tag 1:

 

Den Morgen begrüßten wir mit einem Morgengebet mit Blick auf die Berge. Nach dem Frühstück und der Morgenandacht starteten wir von unserer Pension zur ersten Pilgertour. Zielsicher führte uns Horst Peterß an nebelverhangenen Bahngleisen und durch kleine Ortschaften bis zum ersten großen Anstieg. Diesen meisterten wir gemeinsam, indem wir ihn schweigend hintereinander gingen. Dabei machten wir uns Gedanken dazu, was uns Kraft und Ruhe schenkt. 

Fast oben ankommen, trafen wir uns in Kleingruppen und tauschten uns aus. Dabei genossen wir den ersten atemberaubenden Ausblick ins Tal. Nach geschafften 10 km machten wir im Wald Rast. An dieser Stelle gab es die Möglichkeit, auszusteigen und zurück zur Pension zu fahren. Dies nutzten einige und genossen den restlichen Tag auf der sonnenbeschienen Terrasse oder im Schwimmbad der Pension. Der Rest der Gruppe pilgerte zum Zielort und wartete dort auf Horst Bubenik, der die Gruppe zurück in die Pension brachte. Auf dem Weg zum Ziel hielt die Gruppe spontan in einer kleinen Kirche inne und testete gesanglich die Akustik. Beendet wurde der Tag mit einer Abendandacht, einem leckeren Abendessen und einem netten Beisammensein, nachdem uns die Route für den nächsten Tag vorgestellt wurde und wir einer Meditation zu Herbstblättern gelauscht hatten.

Tag 2:

 

Nach dem Morgengebet, Frühstück und der Morgenandacht wurden wir wieder zum Zielort des ersten Tages gefahren. Von hier aus starteten wir unsere zweite Pilgertour. Auf festem Untergrund schritten wir zielsicher an Kühen, Ziegen und Blumen einer beeindruckenden Berglandschaft vorbei. Auf dieser Strecke gab es Minuten, in denen wir uns in der Stille Gedanken zu dem Thema „Versuchung“ machen sollten. Während dessen widerstanden wir dem Drang, den plötzlich im Wald auftauchenden Wasserfall zu fotografieren. Diesen Anblick speicherten wir im Herzen ab. Wir schritten zielsicher entlang der Drau und machten nach 12 km eine Pause. Hier konnte man die Tour unterbrechen und mit dem Reisebus Richtung Pension fahren. Der Rest meisterte die letzten 12 km gemeinsam mit viel Humor. Das leckere Abendessen genossen wir nach der Abendandacht. Anschließend bekamen wir Besuch vom ortsansässigen Pfarrer. Dieser sang fleißig bei unserem Liederabend mit alten Wanderliedern, neuen "EG-Plus-Liedern" und Abendliedern mit.

Lena Riemenschneider

 

Tag 3:

Sonntag, den 7. Oktober 2018: Zur Abwechslung stand mal keine Wanderung auf dem Programm, denn es war ja schließlich Sonntag. Am Vormittag nahmen wir an dem Kirchweihgottesdienst in Draßnitzdorf teil mit zünftiger Blaskappellenmusik, Böllerschüssen und einer nachdenklichen Predigt von Pfarrer Josef Allmeier.

Nachmittags führte uns der pensionierte Grundschuldirektor Josef Weiß durch das Dorf Berg und erzählte uns in launischer Weise manche interessante Geschichte zur Dorfgeschichte. Bei Cafe Hassler ließen wir es uns mit leckeren österreichischen Torten und Süßspeisen gut gehen.

So war der Sonntag für alle ein Tag der entspannten Erholung. Damit wir aber nicht zu sehr in den Modus der Entspannung und Erholung kamen, brachten uns Angelika Fesser-Peterß  und Anja Günther-Homburg am Abend mit dem Terraband in Bewegung und zum Schwitzen. 

 

Tag 4:

Am Montag, dem 8. Oktober 2018 stand dann wieder für viele eine weitere Pilgerwanderung auf dem Programm. Sie führte uns von St. Wolfgang auf dem Jakobsweg nach Fresach oberhalb des Millstätter Sees durch eine abwechslungsreiche Landschaft, mal durch Wälder, mal über freie Höhen, die uns wieder schöne Ausblicke bescherten und das alles bei traumhaft schönem Wetter unter strahlend blauem Himmel.  Die Kurzstreckenpilgerer haben während dessen das Städtchen Lienz besichtigt und die Stadtluft mit ihren hübschen Plätzen und Häusern genossen. In Fresach trafen dann die ermüdeten Langstreckenpilgerer (24km) mit den Stadtbummlern wieder zusammen und lobten Gott für den wunderschönen Tag mit einer Andacht in der evangelischen Kirche.

Am Abend durften dann die ermüdeten Beine ruhen, dafür mussten allerdings die Gehirne zum Glühen gebracht werden, denn unsere beiden Jüngsten (Lena Dawin und Lena Riemenschneider) hatten einen unterhaltsamen, lustigen Spieleabend für uns vorbereitet.  

Mit einem Absacker an der Hausbar endete ein rundum gelungener Tag.

Beate Dawin 

5. Tag:

 

Dienstag, der 9. Oktober 2018: Der Tag begann für uns nach Morgengebet und Frühstück mit einer Andacht von Anja Homburg-Günther zu Psalm 18,3, in der Gott mit starken Worten wie Burg, Fels, Berg, Schutz und Heil verbunden wurde. Das Motto dieses Tages sollte sein „Geborgenheit fühlen“.

Danach fuhren wir alle gemeinsam mit dem Bus Richtung Weißensee, dem Wander- und Pilgergebiet an diesem Tag. Der Weißensee ist der höchstgelegene Badesee Kärntens, 11,6 km lang, an der breitesten Stelle 960 m breit und 99 m tief. Im Winter friert er bis zu 50 cm tief zu. An der Straße oberhalb des Sees stiegen wir aus dem Bus aus und machten uns auf den Weg bergab zum See. Nach ein paar Kilometern erreichten wir einen wunderbaren Platz mit einem Baum in der Mitte, Sitzgelegenheiten und einer wunderbaren Aussicht. Anja nutzte diesen Platz spontan zu einem Impuls, der wiederum die starken Worte zur Geborgenheit zum Inhalt hatte. Jeder sollte sich eines der Worte aussuchen und auf dem folgenden schweigenden Weg darüber nachdenken. Schließlich fanden wir uns zu zweit zusammen und tauschten unsere Gedanken aus.

In Techendorf am Weißensee angekommen, besuchten wir die evangelische Kirche und sangen einige Lieder. Danach teilte sich die Gruppe auf: Die einen wanderten am See entlang zum Restaurant Weißenbacher, dem Ziel des Tages. Die anderen sahen sich ein wenig im Dorf um und fuhren schließlich mit dem Schiff über den See, von dem aus sich herrliche Aussichten auf den herbstlichen Wald an beiden Ufern boten. Danach ging es ebenfalls noch einige Kilometer zum Restaurant.Am Ziel, dem Restaurant Weißenbacher, das sich leider als geschlossen herausstellte, trafen alle wieder zusammen und fuhren zurück zum Hotel. 

 

Vor dem Abendessen kamen wir zur Andacht zusammen und danach fand unser „Bunter Abend“ statt, bei dem wir viel Spaß hatten und kaum aus dem Lachen und Freuen herauskamen.

6. Tag:

Mittwoch, der 10. Oktober 2018: Dieser Tag wurde nach Morgengebet und Frühstück mit einer berührenden Andacht von Dieter Fritz eingeleitet. Er verdeutlichte uns, dass Gott uns täglich 86.400 Sekunden schenkt, die wir sinnvoll nutzen sollten, ohne uns über Widrigkeiten zu lange zu ärgern, um uns nicht zu viel Zeit „wegnehmen“ zu lassen. Wir sollen uns lieber über die geschenkte Zeit freuen und sie nachhaltig nutzen.

Alsdann ging es in zwei Gruppen mit dem Taxi (der Bürgermeister selbst, der auch Taxiunternehmer ist, fuhr uns) zur Emberger Alm auf rund 1.700 m Höhe. Gruppe 1 würde die Bergtour „Zweiseen-Rundweg“ zum Hochtristen in Angriff nehmen, Gruppe 2 auf dem Panoramaweg das Gebiet erkunden.

Da ich selbst mit der Gruppe 1 unterwegs war, möchte ich hiervon berichten. Wir starteten, begleitet von Tanja vom Fremdenverkehrsverein Berg von der Emberger Alm aus auf dem zusehends steiler werdenden Karrenweg. Man gelangt bis auf rund 2.000 Meter Seehöhe, bevor der Weg wieder bergab in die so genannte Kaserleiten führt. Danach führt der Steig auf dem Schwarzstein (2.264 m). Hier trugen wir uns alle in das Gipfelbuch ein. Ganz besonders war, dass wir „über den Wolken“ wanderten, wir sahen nur ein paar Berggipfel daraus hervorragen. Nach dem Schwarzstein ging der Weg über teilweise ausgesetzte Stellen, viele Felsbrocken und an teilweise mit Seilen gesicherten Wegen weiter. Den Abzweig zum Hochtristen sparten wir uns, da er extrem steil und felsig war. Hinter einem steilen Sattel erreichten wir dann die „Zwei Seen“. Traumhaft lagen sie da. Und wir dachten nach einem Impuls wieder über die geschenkten 86.400 Sekunden nach …. in Gottes unendlicher Schöpfung. Über einen steilen Abstieg über felsiges Gebiet, herrliche Wanderwege, einen Gegenanstieg und durch Gebiete mit traumhafter Aussicht gelangten wir zurück zur Emberger Alm. Wir waren mehr als 6 Stunden bergauf und bergab unterwegs gewesen und genossen auf einer Hütte Radler, Apfelstrudel und sehr leckeren Kaiserschmarrn. Ich selbst möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei Dieter, Horst und Tanja bedanken, die mir meine Angst bei den für mich sehr schwierigen Stellen dieser Tour nahmen und mich unterstützt und zuverlässig begleitet haben.

Am Abend trafen wir nach Andacht, Abendessen und Packen unserer Koffer noch einmal zwanglos zusammen und ließen diese wunderbare Wander- und Pilgerreise ausklingen.

 

Am nächsten Tag brachte uns Horst Bubenik zuverlässig mit seinem Bus wieder nach Hause.

Beate Koethe 

    

 

Nachklang zur Pilgerreise  „Berg im Drautal“

Im Nachklang zu unserer wunderschönen Pilgerreise nach Berg im Drautal möchte ich mich im Namen aller Reisenden nochmals ganz herzlich bei einigen Mitreisenden  bedanken. 

Die meisten Vorbereitungen hatte Frau Grenzebach bereits vorher von Vollmarshausen aus erledigt, leider konnte sie aus persönlichen Gründen bei unserer Reise nicht dabei sein. So übernahm Lena Dawin, eigentlich Teilnehmerin, Frau Grenzebachs Aufgabenbereich.

Lena Dawin konnte uns mit ihrer ruhigen und klaren Art die geistlichen Impulse anschaulich vermitteln. Sie sorgte für einen fröhlichen, stressfreien Anfang am Morgen und für die gemeinsamen abwechslungsreichen Abende. Auch hatte sie alle mit ihren unterschiedlichen Wünschen im Blick. Dies alles trug dazu bei, dass schnell eine gute Gemeinschaft entstand, in der sich jeder wohl fühlte.

Ohne unseren „Wander-Horst“ (Horst Peterß) wären manche Wege sicher noch schwieriger geworden. Da er die Strecken vorher nicht ablaufen konnte, gab es manche Überraschung, die er aber mit uns gut gemeistert hat.

Eine fotografische Meisterleistung vollbrachte Lena Riemenschneider. Mit viel Fleiß und Sorgfalt hat sie uns allen die vielen Fotos zur  Erinnerung  zukommen lassen.

Was wäre so eine lange Reise ohne unseren „Bus-Horst“ (Horst Bubenik). Ruhig und sicher fuhr er uns in manch enge Bergstraße. Die „Kurzstreckenläufer“ brachte er gern zu Mittagszeit wieder zurück ins Hotel.

Am Abend des 11.Oktobers stiegen wir, fröhlich, erfüllt mit unendlich vielen Eindrücken wohlbehalten und munter  in Vollmarshausen wieder aus dem Bus. 

 

Danke euch allen, die ihr uns die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis habt werden lassen

Mechthild Gundelach 

 

 

Am Mittwoch, dem 02.08.2017 trafen sich die Frauen der Frauengruppe im Arche – Garten am Grillplatz, nicht um zu grillen, sondern um am Nachmittag gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen zu sein. 

Fast alle Frauen waren erschienen und nach einem Gebet und einem Lied ließen wir uns den Kuchen schmecken. Dabei wurde viel erzählt und auch gelacht. Eine kurze Geschichte und Quizfragen trugen zur Unterhaltung bei. 

Schnell war die Zeit vergangen und wir Frauen waren uns einig: „Es war ein schöner Feriennachmittag für uns alle.“ Mit dem irischen Segenslied auf den Lippen „...bis wir uns mal wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, traten alle fröhlich ihren Heimweg an.

 

 

 

 

16 Männer und Frauen Mitte 60 waren zu ihrer goldenen Konfirmation Anfang September freudig und gut gelaunt in die Kirche gekommen. Im Abendmahlsgottesdienst beschäftigten Sie sich damit, wer ihnen geholfen hat glauben zu können und wie sich ihr Glaube in den vergangenen 50 Jahren entwickelt hat. Zudem wurden sie noch einmal eingesegnet, was für alle eine sehr berührende Erfahrung war. Nach dem Fotoshooting und dem Besuch des Friedhofes, auf dem sie die Gräber ihrer verstorbenen Mitkonfirmanden besuchten, verbrachten sie einen sehr lebendigen Nachmittag in Wattenbach im Waldschlösschen miteinander. „Wie gut, dass wir das gemacht haben!“, war die einhellige Meinung am Abend dieses besonderen Tages.

 

 

 

Tolle Kooperation beim Lindenfest zwischen Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft

 

 

 

 

Das war dieses Jahr wirklich ein besonders schönes Lindenfest am 1. Juli nachmittags vor und in der Kirche und abends unter der Linde. Leider zeigte sich das Wetter mit leichtem Dauernieselregen von seiner nicht sehr einladenden Seite, doch das schreckte die Vollmarshäuser nicht ab zu feiern.

 

Bereits ab 13.30 Uhr waren die Konfirmanden 2018 mutig dabei, sich vom Kirchturm abseilen zu lassen. Das kostete manchen Überwindung und Mut, sowie großes Vertrauen in Uschi Griebel von der Bergsportschule Rhön und in sich selbst, denn aus 22 Metern herunter zuschauen flößte großen Respekt ein.

 

 

 

In der Kirche erfreute der Musikzug die zahlreichen Kaffeegäste mit schöner Musik und das Team des Förderkreises managte Kaffee, Kuchen, Abseilen und Kinderschminken mit Bravour.

 

Nachdem Udo Ewald, Vorsitzender des Dorffestausschusses und Bürgermeister Uwe Jäger das Fest offiziell eröffnet hatten, war das Abseilen für alle gegen eine kleine Spende freigegeben. Obwohl einigen arg die Beine zitterten und es ihnen grummelig im Bauch wurde, gelang es den meisten, den Weg aus dem Turm über das Seil zu bewältigen. Alle, die unten ankamen, waren begeistert.

 

Der Förderkreis konnte sich am Abend über knapp 500 Euro Spende für unsere Kinder- und Jugendarbeit freuen, die durch die Abseilaktion zusammen kamen. In der Kirche endete das Fest mit einem feinen Konzert eines Schweizer Männerchores, der die Zuhörenden mit seinem Gesang und der sehr freundlichen Ausstrahlung faszinierte.

 

Ab 18 Uhr ging das Lindenfest dann mit Musik, Bier, Wein, Bratwurst, Begegnungen und Gesprächen fröhlich unter der Linde weiter. Und ab 22 Uhr hörte sogar der Regen auf. Es war ein sehr schönes und gelungenes Fest, das zeigte, wie gerne die Vollmarshäuser feiern, wie mutig sie sind und wie gut hier die Dorfgemeinschaft dann eben doch noch funktioniert.

 

 

 

Liebe Vollmarshäuser!

Mein Vikariat geht nun zu Ende und es wird Zeit sich zu verabschieden. Ich bin sehr dankbar, dass ihr es mir leichtgemacht habt, mich zu Hause zu fühlen und zwar von Anfang an. Das Vikariat begann im September 2016 mit zwei turbulenten Wochen pfarramtlichen Wahnsinns. Zwischen Geburtstagsbesuchen, Schulunterricht, Beerdigungen, Frauenkreis, Kirchenvorstandssitzung und Hochzeit lernte ich gleich zu Beginn die Vielfalt an Aufgaben und Arbeitsbereichen des Pfarrberufs kennen. Es stellte sich schnell heraus, dass ein ordentlich geführter Kalender der beste Freund der Vikarin ist.

Wenn ich nun im Kalender zurückblättere, blicke ich auf eine Fülle von Veranstaltungen, Begegnungen und Gesprächen zurück. Ich denke an lebendige Gottesdienste und inspirierende Gespräche beim Kirchenkaffee. Ich erinnere mich an schöne Stunden im Frauenkreis, anregende Diskussionen in der Frauengruppe und kreative Abende mit den Lotten. Kirchenvorstandssitzungen bei denen herzlich gelacht wurde und ideenreiche Ausschusssitzungen kommen mir in den Sinn. Ich sehe Kinder im Kindergarten und der Grundschule vor mir, die mit großen Augen meinen Geschichten lauschen und bei Kids in Action mit mir toben. Ich höre mich mit den Konfirmanden „Gottes Liebe ist so wunderbar“ singen und denke an die tollen Freizeiten und Konfitage.

Ich erinnere mich an die netten Begegnungen auf den Wegen zwischen Kirche, Pfarrhaus und Hinter den Höfen und die vielen Tassen Kaffee bei Geburtstagsbesuchen und Kasualgesprächen.

Beim Blättern durch den Kalender schmecke ich noch den Glühwein und die Fettenbrote beim Lebendigen Adventskalender, fühle den Nervenkitzel beim Abseilen vom Kirchturm, merke meine Füße auf der Pilgertour und spüre noch die Aufregung vor so manchem Gottesdienst.

Bei meinem letzten Gottesdienst am 27. Mai, war ich ein wenig aufgeregt. Aber ich habe mich vor allem gefreut, Sie dort nochmal zu sehen und mich und  persönlich von Ihnen verabschieden zu können.

 

   

 

Bei recht kaltem und regnerischem Frühjahrswetter ging es für uns Frauen der Frauengruppe, Frau Grenzebach und Frau Wolfrom am 25.04. auf unsere jährliche Reise. Unser Ziel war die Stiftung Adam von Trott in Bebra-Imshausen. 

Ein recht großes und ungeheiztes Haus empfing uns und Frau Grenzebach musste den großen Ofen erst mal mit viel Holz ordentlich anheizen. Nachdem alle die Zimmer belegt und Koffer ausgepackt hatten, führte uns die Geschäftsführerin der Stiftung durch das Herrenhaus und erzählte uns ein wenig über die Geschichte der Familie Adam von Trott und die Stiftung.

 

 

 Da wir noch in der Osterzeit sind, hörten wir am Nachmittag die Ostergeschichte und feierten ein gemeinsames Abendmahl. Auch eine Freizeitmappe hat wieder jede für sich vorbereitet und wir hatten viel Spaß beim Gestalten. Der Abend verging sehr schnell beim Lösen von Rätseln, Logik-Spielen und lustigen Aufgaben. Dabei wurde viel gelacht und es war eine sehr heitere und lockere Stimmung. 

Der nächste Morgen begann für uns mit einem Morgengebet und einer Meditation im raureifbedeckten Park. Lebendiges Vogelgezwitscher und die Morgensonne begleiteten uns dabei. Unser großes Thema in dieser Freizeit war das „Älterwerden“ und dabei behandelten wir an diesem Tag die Frage: „Wer bin ich?“ ausgehend von den sieben „Ich bin - Worten Jesu“ setzten wir das Thema in unsere Zeit und auf unser eigenes Leben um. 

Durch spielerische Aktivitäten und Einzelaufgaben sollten wir uns selbst und unsere eigene Persönlichkeit finden. Hierbei haben wir uns auch gegenseitig wertgeschätzt. Am Nachmittag sammelten wir Erfahrungen in der Töpferwerkstatt und jede von uns durfte selbst etwas aus Ton gestalten. Auch der frühe Abend war im Nu vorüber, denn jede sollte ein Buch mitbringen. Vielfältig und breit gefächert war die Literaturauswahl und wir stellten fest, kein einziger Krimi war dabei. Getragen von zum Teil nostalgischen Erinnerungen und großer Begeisterung stellte jede Frau ihr Buch vor. Am Donnerstag hörten wir die biblische Geschichte von der Versuchung Jesu (Matth.4,1-11). Wir sollten uns in dieses Geschehen hineinversetzen. In drei Gruppen bekamen wir die Aufgabe diese Geschichte in unsere Zeit umzusetzen und auf der Freitreppe vor dem Herrenhaus als Bühnenstück aufzuführen, eine schwierige aber nicht unlösbare Aufgabe.

 

 

 

Am Nachmittag machten wir bei schönem Wetter eine Wanderung zur Gedenkstätte von Clarita und Adam von Trott und weiter zum Tannenhof. Dort erfuhren wir etwas über das Leben und die Geschichte der Kommunität und nahmen an einer Vesper mit Liedern und Gebeten teil. Kommunitäres Leben konnten wir uns für unser Leben nicht vorstellen. Da wir an diesem Tag ein Geburtstagskind in unserer Mitte hatten, verlebten wir einen sehr fröhlichen Abend miteinander bei lustigen Geschichten, Witzen und Sketchen. Schnell war die Zeit vergangen, als wir am Freitagmorgen nach dem Frühstück und einer kurzen Abschlussrunde unsere Heimreise antraten. Die Freizeit wurde wieder mit vielen frohen Liedern aufgelockert, die Frau Grenzebach auf der Gitarre begleitete. Wir hatten viel Spaß und allen hat das Miteinander gut getan und gefallen. Darum wollen wir Frau Grenzebach und Frau Wolfrom ein herzliches Dankeschön sagen, für die vielen guten Ideen und vielseitige Gestaltung der Freizeit.

 

Elisabeth Bartsch

 

 

Am Himmelfahrtstag hatten die Kirchengemeinden in der Söhre unter der Losung „Das Leben ist himmlisch“  zum gemeinsamen Gottesdienst in  die Kirche nach Vollmarshausen eingeladen.

Pfarrerin Kerstin Grenzebach hatte an diesem Morgen offensichtlich schlechte Augen, denn  Sie versuchte zunächst, die Gemeindeglieder aus  den  Ortsteilen Söhrewalds,  aus  Lohfelden und Vollmarshausen mit einem Fernglas in der Kirche ausfindig zu machen.

Organistin Maren Bultmann begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 501 „Wie lieblich ist der Maien.“

Vikarin Anna Debes sprach mit  der Gemeinde gemeinsam  Worte aus Psalm 104: „Ich will dem Herrn singen und meinen Gott loben solange ich bin.“

Nach einem von Vikarin Debes gesprochenen Gebet hörte die  Gemeinde als Schriftlesung an diesem Morgen Worte aus dem 1. Kapitel  der Apostelgeschichte.  Jesus hatte sich seinen Jüngern nach seinem Tod  wiederholt gezeigt.

Als er wieder einmal mit ihnen zusammen war, fragten sie ihn, wann er denn das Reich Israel wiederherstellen würde.

Er antwortete: „Den Zeitpunkt braucht Ihr nicht zu kennen. Ihr werdet von Gottes Geist erfüllt werden, der Euch fähig macht, überall als meine Zeugen aufzutreten.“ Und während er dies sagte, nahm eine Wolke ihn auf, so dass sie ihn nicht mehr sehen konnten.

Da standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer neben Ihnen und sprachen: „Dieser Jesus, der vor euch in den Himmel aufgefahren ist,  wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen.“

Orgel und Gemeinde stimmten anschließend EG 503 „Geh aus mein Herz und suche Freud“ an.

Hier im Kirchenraum, - so Pfarrerin Grenzebach und Vikarin Debes zu Beginn ihrer Ansprache - sind die Menschen unterschiedlich gestimmt, schauen mal fröhlich, mal nachdenklich oder auch erwartungsvoll in die Runde.    

Die Jünger haben Jesus  doch eher traurig hinterhergeschaut, als er vor ihren Augen gen Himmel fuhr.

Aber was verstehen wir eigentlich unter Himmel? Ist der da oben, wo die Flugzeuge fliegen, die Wolken ziehen und auch  Gott und die Toten wohnen?

Oder ist der Himmel hier bei uns auf Erden? Unser Leben ist himmlisch, wenn wir etwas Gutes zu essen bekommen, einen himmlischen Urlaub oder in der Liebe himmlische Momente erleben.

Sicher ist aber, dass der Himmel- wie im folgenden Kanon von der Gemeinde besungen- über allen aufgeht.

Also ist der Himmel wohl doch oben über allen?  Da gab es einmal zwei Mönche, die den Ort suchten, wo sich Himmel und Erde berühren. Als sie endlich die Tür zu diesem Ort  öffneten waren sie aber wieder in ihrem Kloster  angekommen.

So ist der Ort eben der, wo Gott uns gerade hinstellt und wo ich gerade bin, da wo mein zuhause ist.

Es fällt  aber manchmal schwer, sich vorzustellen, dass man den Himmel auf Erden hat, bei all den Katastrophen und dem Leid in der Welt.

Gott hat aber eine Idee, warum er uns genau an diesen Ort im Leben stellt. Wir sollten darauf vertrauen, dass Gott uns an die richtige Stelle gewiesen hat.   

Wenn  wir diesen Ort annehmen, unser  Leben aktiv und engagiert  gestalten, dann  ergeben sich himmlische Momente für die Menschen.

Im Gegensatz zu den Jüngern brauchen wir kein Fernglas, um den Himmel zu finden.  Sie hätten ihm damit in den Himmel folgen und das ganze Geschehen besser begreifen können.

Wir brauchen Freunde, Kollegen und Nachbarn, damit wir ein himmlisches Leben haben.

Danach sollten wir uns immer wieder auf die Suche machen, den Ort, wo sich Himmel und Erde berühren zu finden.

Diesen Ort besang die Gemeinde auch im folgen EG + 75 „Wo Menschen sich vergessen.“

Da heißt es  in den Strophen: „Wo Menschen sich vergessen, sich verschenken, sich verbünden,   die Wege verlassen, und neu beginnen, ganz  neu. Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werden unter uns.“

Nach den von  Pfarrerin Grenzebach und Vikarin Debes gesprochenen Fürbitten und dem „Vater  Unser“ bildete die Gemeinde einen Kreis im Kirchenraum und sang zum  Abschluss: „Lasst uns miteinander, singen, loben, danken dem Herrn.“

Vikarin Debes sprach den Segen und lud zum gemütlichen Beisammensein  vor der Kirche ein, wo man bei Bockwurst und Getränken den Himmelfahrtsmorgen ausklingen ließ.

Vielen Dank an Pfarrerin Kerstin  Grenzebach und Vikarin Anna Debes für diesen stimmungsvollen Himmelfahrtgottesdienst und an Maren Bultmann für die musikalische Gestaltung.

Oliver Knaack

 

 

Jubelkonfirmationen

Weil der Grüne Baum Ende April erst einmal seine Pforten schließt und Jubelkonfirmationen lange vor geplant werden müssen, fanden in den vergangenen vier Wochen drei Jubelkonfirmationen statt. Wir starteten am 2. April mit der diamantenen Konfirmation, die Eiserne Konfirmation schloss sich am 9 April gleich an und am 23. April schließlich konnten wir auch noch die goldene Konfirmation feiern. Solche Konfirmationsjubiläen sind sehr tiefgehende Ereignisse. Männer und Frauen treffen sich wieder, die durch die Konfirmandenzeit vor vielen Jahren sehr eng miteinander verbunden sind. Sie begegnen sich, tauschen sich aus, erinnern sich gemeinsam, staunen über die zurückgelegten Lebenswegs. Und man selbst schaut auch zurück. Das Konfirmationsjubiläum regt dazu an das eigene Leben Revue passieren zu lassen. Was ist mir gelungen? Worauf bin ich stolz? Was möchte ich keinesfalls missen? Wo bin ich gescheitert? Welche Menschen sind mir wichtig? Und natürlich stellt man sich auch die Frage: Wie hat sich mein Glaube entwickelt? Wer das Konfirmationsjubiläum feiern darf steht meist an einem besonderen Punkt in seinem Leben.  Die Berufsjahre sind vorbei. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Das Alter macht sich bemerkbar. Man überlegt, was möchte ich in meinem Leben gerne noch tun. Was möchte ich vielleicht endlich lassen. Und evt. ist diese Konfirmationsjubiläumsfeier auch eine Gelegenheit Gott wieder neu zu begegnen. Wieder in Kontakt mit ihm zu kommen. Vielleicht eine Gelegenheit sich wieder von ihm berühren zu lassen.

 

Diamantene Konfirmation

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eiserne Konfirmation

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Goldene Konfirmation

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Samstag, den 5. Mai war in der Arche wieder Action angesagt. 19 Jungen und Mädchen waren gekommen, um die biblische Geschichte von Daniel und seinen Freunden spielerisch zu entdecken.

So wie Daniel sich in Babylon nur mit Händen und Füßen verständigen konnte, wurde zum Einstieg Pantomime gespielt. Die Reise an den prächtigen Hof des babylonischen Königs begann. Wie es Daniel und seinen Freunden mit den strengen Befehlen des Königs erging, konnten die Kinder im Spiel „Der König befielt“ selbst ausprobieren. Auf einem Bein hüpfend, tanzend oder mit rausgestreckter Zunge folgten die Kinder den befehlen des verkleideten Königs. Die Geschichte wurde weiter erzählt und die Kinder fieberten mit Daniel und seinen Freunden mit. Was würde der König mit ihnen anstellen, wenn sie sich seinem Befehl widersetzten?

Mit Gott an der Seite wurden Daniel und seine Freunde vor dem Feuer bewahrt. Gerade gerettet, stellt sich für Daniel aber schon die nächste Gefahr ein: Die Löwengrube.

Die Kinder wurden zur wilden Löwenbande und brüllten gefährlich durch die Arche. Zur Raubtierfütterung wurden Salzbrezeln auf Schnüre gefädelt, die sich „die Löwen“ ohne Einsatz der Hände schmecken ließen.

 

Zum Schluss ging es in den Archegarten, wo die Kinder ihre Löwenstärke beim Tauziehen unter Beweis stellten. Das Ende der Geschichte wurde erzählt. Daniel betet zu Gott und wird nicht von den Löwen gefressen. Es wurde noch gemeinsam gebetet und jedes Kind bekam ein Stück Löwenfell. Zum Einläuten der Sommerpause gab es zum Abschluss noch Eis für alle.

 

 

 

 

 

 

 

Der Kirchenvorstand und der Förderkreis für Kinder- und Jugendarbeit freuten sich, dass am vergangenen Sonntagabend so viele Menschen ihrer Einladung gefolgt waren und den Archegarten belebten. Die Konfirmanden 2017 kamen mit ihren Eltern, Frau Meiser von der Firma Hübner war gekommen und auch Heinz Pruin der Projektplaner ließ es sich nicht nehmen, den Grillplatz zum ersten Mal „in action“ zu sehen, allerdings als Lagerfeuerstelle. Schön, dass die HNA eine Berichterstatterin geschickt hatte und wir deren Bericht bereits am Mittwoch im Lokalteil der HNA lesen durften. Pfarrerin Grenzebach begrüßte im Namen der Gastgebenden alle Gäste und betonte, dass es ein tolles Projekt zur Gestaltung des Archegartens sei, das sich die Konfirmanden mit dem Grillplatz hatten einfallen lassen. Damit wir uns auch in Jahren noch erinnern können, wem wir diesen schönen Ort zu verdanken haben, brachte jeder Konfi einen Stein mit seinem Namen mit und fügte diesen in die Gabionenwand des Grills ein. Das macht diesen Grill zu einem wirklich sehr besonderen.

 

Mit Bratwurst, Bier und Apfelschorle ließen wir es uns richtig gut gehen und verbrachten einige gemütliche Stunden mit schönen Gesprächen miteinander. Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern. Vielen Dank liebe Konfis und liebe Konfieltern für euren tollen Einsatz. Wir freuen uns bereits jetzt auf viele tolle Begegnungen rund um den Grill.

 

 

 

 

Zur Ruhe kommen, eine Auszeit vom Alltag, Zeit für die Begegnung mit Gott und mir selbst, Annäherung an den Glauben, all das waren unter anderem die Motive der Frauen, die für drei Tage Stille auf den Schwanberg fuhren. Dort waren wir im Haus der Stille St. Michael untergebracht und hatten uns rasch an die ruhige Atmosphäre und das schweigende Essen gewöhnt. So sehr, dass wir es alle sehr genießen konnten und als Bereicherung empfinden. Die Stundengebete der Schwestern vom Casteller Ring gaben unseren Tagen eine wunderbare Struktur. Auch an diese Gebete mit dem Singen der Psalmen mussten wir uns gewöhnen. Thematisch beschäftigten wir uns mit der Jahreslosung, machten uns geführt von Liedern, Texten und Impulse in der Stille auf den Weg die Quellen aus denen wir leben zu entdecken. Die wunderbare Natur auf dem Schwanberg half uns dabei und war sehr wohltuend.

 

Diese drei Tage waren für alle Frauen eine Herausforderung gewesen, die sie angegangen und dann wirklich genossen haben. Bereichert, beschenkt, erfüllt, gestärkt und ausgeglichener konnten wir uns auf die Heimfahrt machen, in der Hoffnung, viele dieser Erfahrungen in den Alltag mitnehmen zu können.

 

Wir werden ein solches Wochenende auf alle Fälle wieder anbieten.

 

 

 

Tag 1


Bepackt mit Tagesrucksack, Verpflegung und Reisetasche fand sich die Pilgergruppe am Freitagmorgen um 7.30 Uhr wandertüchtig bekleidet vor der Arche ein.


Mit einer Andacht in der Vollmarshäuser Kirche stimmten wir uns auf das Thema „Wunder“ und den vor uns liegenden Weg ein. Anschließend ging es mit dem Bus zum Kassler Hauptbahnhof. Aufgrund einer Baustelle musste ein kleiner Sprint eingelegt werden, um den Zug nach Bad Hersfeld noch zu erreichen.


Vom Bahnhof durch das Getümmel der Innenstadt, an der Stiftsruine vorbei führte uns Horst Peters auf dem Lutherweg ins Grüne. Bei strahlend blauen Himmel starteten wir in die erste Etappe. Es gab einen ersten Impuls zur Heilung am Teich Bethesda. (Nach Gesang und schweigenden Gehen wurde sich in Kleingruppen ausgetauscht. Anschließend hatte jede*r noch die Möglichkeit einen Gedanken mit der gesamten Gruppe zu teilen.)

In Asbach erwartete uns Horst Bubenick im Schatten des Kirchturms mit Verpflegung und kühlen Getränken. Wir ließen uns die mitgebrachten Leckereien schmecken, rasteten und die ersten Blasenpflaster kamen zum Einsatz.


Gestärkt ging es in die zweite Etappe. Mit dem zweiten Teil der Wunderheilung am See Bethesda ging es schweigend ordentlich bergauf. Die herrliche Aussicht auf grüne Täler, leuchten gelbe Rapsfelder und bewaldete Hügel entschädigte den schweißtreibenden Aufstieg allemal und wir kamen wieder in Kleingruppen zusammen, um uns auszutauschen.


 

Die Temperaturen stiegen und die Hitze staute sich auf den schattenlosen Asphaltwegen, sodass der Weg nach Niederjossa sehr anstrengend war. Umso mehr schätzen wir die kühle Kirche in Niederjossa, wo wir gemeinsam Abendandacht feierten.


 Erschöpft, verschwitzt und teils mit Sonnenbrand kamen wir in unserem Nachtquartier, dem Landgasthof in Oberjossa an. Nach einer erfrischenden Dusche, ließen wir uns Radler und Jägerschnitzel schmecken und saßen noch nett beisammen.

Anna Debes

 

 

 

 

Tag 2


„Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte Dich nicht!“

Dieses Lied begleitete uns auf den drei Tagen der Pilgerwanderung von Bad Hersfeld nach Eifa (Alsfeld).


Aber an diesem Tag konnten wir die wechselnden Pfade, den Schatten und das Licht sprichwörtlich am eigenen Leibe spüren und erfahren.

Mit einer Morgenandacht starteten wir in den Tag. Die größten Blessuren des Vortages waren weitgehend verschwunden, sodass alle den neuen Herausforderungen freudig  entgegen sahen. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir kurz vor 09:00 Uhr in Oberjossa zu einem Rundweg, der uns auch in schon in den Vogelsbergkreis führen sollte. Die Sonne wärmte trotz des frühen Aufbruchs schon sehr, aber nach einem längeren Anstieg ohne Schatten, nahm uns der kühle schattige Wald auf und das Gehen schien gleich leichter zu fallen. Über einen längeren Zeitraum  führte uns unser Weg über feste geschotterte Waldwege.

 

Der Mittelpunkt unserer heutigen Impulse war “Die Speisung der Fünftausend“.

Beim ersten Impuls stand die Sorge und Angst um die eigene Versorgung und die anderer im Vordergrund.

Der Weg war nun geprägt durch einen abwechslungsreichen Untergrund, mitten durch den Wald, der Weg kaum zu erkennen. Neben dem Nachdenken über den Impuls, eine Herausforderung für die Sinne.

Unsere heutige Mittagsrast machten wir in Wallersdorf auf einem schattigen Spielplatz, sodass wir gestärkt und ausgeruht  unsere Wanderung fortsetzen konnten.

Die Burg Herzberg war nun unser Ziel, ein stetiger Anstieg für die nächsten zwei Stunden, aber der Wald spendete uns wieder Schatten und etwas kühlere Luft.

An der Burg angekommen, machten wir uns mit dem zweiten Impuls, dem Wort Überfluss auf den Weg.

Was braucht es um dich zu sättigen?  Wie gehst du mit Überfluss um? Fragen, die uns auf einem stetig bergab führenden Weg zurück nach Oberjossa beschäftigten.

Der letzte Teil des Weges führte uns dann durch die Aue der Jossa, der Sonne gnadenlos ausgeliefert. Erinnerungen an den Vortag kamen auf.

Die Abschlussandacht machten wir dann spontan im Schatten einiger Bäume, unser Ziel schon in Sichtweite.

Der Tag klang bei Abendessen im Freien und fröhlicher Runde aus.

Horst Peterß

 

 


 


 

 

Tag 3

 

Es ist sieben Uhr morgens, die Sonne scheint, in der Nähe läuten die Glocken und für mich als Pilger-Neuling vorher unvorstellbar: Es geht mir gut und ich freue mich auf den Tag und den zweifellos anstrengenden Weg der heute vor uns liegt.
In der Andacht auf der nahen Wiese, nehmen wir uns Zeit für einen Blick auf uns selbst, auf unsere Nächsten und sammeln Kraft für den Tag.
Nach dem Frühstück geht es gleich los! 20 Kilometer liegen vor uns und schnell merken wir, dass auch die Sonne ihre Schattenseiten hat, genau da, wo kein Schatten ist. Aber angeregte Gespräche lassen die Zeit bis Breitenbach schnell vergehen und dankbar verschwinden wir im Wald. Es wird merklich kühler, dafür geht es jetzt bergauf und weiter bergauf, jeder geht im eigenen Tempo, wir schließen auf, machen Pause, gehen weiter, sind fast oben, noch bis zur Kurve, dann… oh nein! Geht es weiter bergauf! Doch die Gemeinschaft macht es möglich, wir haben es geschafft, alle!
Zu verdanken haben wir das vor allem Horst Peters, der die Tour ausgearbeitet hat und mit Erfahrung und Gelassenheit ein Tempo vorgab, dass uns zügig vorangebrachte aber nie über unsere Kräfte ging.
An Burg Herzberg sind wir vorbei und bekommen einen sehr anspruchsvollen Text, der jedem einzelnen auf dem Weg bergab reichlich zu denken gibt. Die Zeit der Stille tut gut, lässt mich die Umgebung sehen und hören und meine Gedanken um Jesus, Petrus und mich selbst kreisen. Bei der Rast auf moosigem Waldboden kommen die Gedanken und Fragen der Anderen noch dazu. Antworten haben wir nicht gefunden, aber der Gedankenaustausch hat gut getan und machte uns neugierig auf den zweiten Teil des Bibelverses.
Wandern und denken macht müde und hungrig, aber Bieben war nicht mehr weit und in Bieben erwartete uns Horst …… Darauf konnten wir uns verlassen. Denn Horst hat uns immer gut versorgt. Nicht nur jeden Mittag mit Essen und vor allem Wasser, die Kirchen standen offen, wenn wir ankamen, unser Gepäck war da, wo wir es brauchten und er selbst mit seinem Transporter für den Notfall immer in unserer Nähe.
Das Aufraffen nach der Mittagspause war mühsam, aber der abwechslungsreiche Weg, durch Wiesen und Felder vorbei an Lingelbach und quer durch den Wald nach Eifa war die Anstrengung wert. Mit dem Bus ging es zurück nach Bad Hersfeld zu unserer Abschlussandacht in der ev. Stadtkirche mit dem zweiten Teil unseres Impulses: Mt 14,29-33. Wir hätten gerne noch einen Tag angehängt, um auch über diese Worte zu denken und zu reden. Doch wir müssen gar nicht über´s Wasser laufen können, wir haben erfahren, dass unser Vertrauen und unser Glaube uns vor Schäden durch versteckte Wurzeln und fliegende Gepäckstücke schützen kann und uns wenn auch auf Umwegen, sicher ans Ziel bringt.
Vielen Dank Anna Debes und Wolfram Dawin, für die Andachten, Impulse, Lieder und Gespräche, die das Wesentliche einer Pilgerreise ausmachen, die noch lange in uns nachwirken und uns viel Kraft für den Alltag geben werden.
Vielen Dank Horst und Horst für die gute Organisation, so reibungslos, dass wir von Beginn an unbeschwert und sorglos einen uns unbekannten Weg gehen konnten.
Vielen Dank an die ganze Gruppe, die mich Pilger-Neuling mit anderer Konfession vorbehaltlos aufgenommen hat, in der ich mich nie fremd gefühlt habe, mit jedem angeregte Gespräche führen konnte und abends in großer Runde noch viel Spaß hatte und:
 
70 Kilometer in 3 Tagen, dass hätte ich alleine nie geschafft!  


Petra Korff


 

 

 

 

 

 

Es war eine tolle Gruppe fröhlicher Mädchen und Frauen der evangelischen Kirchengemeinde Vollmarshausen und der katholischen Kirchengemeinde Lohfelden, die in diesem Jahr den Weltgebetstag vorbereitete. Die einen hatten mit einer kleinen Combo ganz wunderbar die schwungvollen Lieder eingeübt und begleiteten diese so mitreißend, dass alle Gottesdienstbesucherinnen einfach einstimmen mussten. Die anderen hatten die Arche herrlich bunt und lebensfroh geschmückt oder leckerstes surinamisches Essen gekocht. Alle gestalteten mit Worten den Gottesdienst mit und das war einfach richtig schön. Leider kamen nur wenige Besucherinnen und Besucher. Doch davon ließen wir alle uns die Laune nicht verderben und bleiben noch einige Zeit bei kulinarischen Köstlichkeiten im Gespräch über diesen schwungvollen Gottesdienst.

 

 

 

Vielen herzlichen Dank allen Gastgeberfamilien und dem ASB-Heim Lohfelden für die Einladungen in Ihre Gärten und Höfe. Jeden Wochentag im Advent um 18 Uhr mit dem Glockenläuten trafen sich mindestens 30-40 große und kleine Menschen unseres Dorfes, um gemeinsam zu singen, eine Geschichte zu hören, zu beten und dann bei Tee, Glühwein, Keksen und Schmalzbrot noch Zeit miteinander zu verbringen. Alle Abende waren einfach richtig schön! Die Sammlung für unser Brot für die Welt Projekt erbrachte beim Lebendigen Adventskalender 1035,30 Euro. Das ist überwältigend. DANKESCHÖN! 

Auch 2017 wird es den Lebendigen Adventskalender wieder geben. Vielleicht überlegen Sie bereits jetzt, ob Sie gerne Gastgeber werden möchten. Tun Sie sich doch mit Ihren Nachbarn zusammen. Das macht Spaß und man kann sich die Vorbereitungen teilen. Auch wäre es klasse, wenn Institutionen oder Vereine Gastgeber werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Adventszeit 2017.

 

Für 5.100 Euro Spendengelder im Jahr 2017 sagen die Kinder und Jugendlichen unserer Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Förderkreis DANKESCHÖN! Wir sind zunehmend auf diese Spenden angewiesen, um unsere Stelle für die Kinder- und Jugendarbeit aufrechterhalten zu können und damit vielen Kindern kreative, religiöse und wertschätzende Angebote machen zu können, bei denen sie jede Menge Spaß  haben. Immer wieder ist es in den Medien zu lesen, dass durch Kirchenaustritte und die demographische Entwicklung die Finanzen der Kirche zurückgehen und damit auch die Gelder für die einzelnen Kirchengemeinden, mit denen diese haushalten können. Spenden für konkrete Projekte wie hier bei uns die Stelle der Jugendarbeit, sind da eine gute Möglichkeit, Arbeit, die man selbst für gut und sinnvoll hält direkt und unmittelbar zu unterstützen und zu fördern. Also: DANKE für alle Hilfe. Gott segne Geber und Gabe!

 

Die strahlende Sonne zauberte an diesem Samstag selbst der am wenigsten wanderbegeisterten Konfirmandin ein Lächeln ins Gesicht, als wir uns am Parkplatz vor dem Herkulesbesucherzentrum trafen, um uns mit 21 KonfirmandInnen begleitet von Pfarrerin, Vikarin und drei Teamern auf den Weg zum Dörnberg zu machen. Die Eltern hatten ihre Kinder pünktlich gebracht, sodass wir im Zeitplan starten konnten. Unterwegs beschäftigten wir uns in Kleingruppen mit den Inhalten der Bergpredigt und konnten auf dem doch anstrengenden Weg hautnah erleben und begreifen, wie es den Menschen zu Jesu Zeiten wohl gegangen ist, wenn sie ihm nachfolgten, um so viel wie möglich von ihm zu erfahren. Seine Worte sprachen mitten in den Alltag dieser Menschen hinein und genau dies wollten wir den Konfirmanden vermitteln: Jesu Worte sprechen auch heute noch mitten in unser Leben, in unseren Alltag. Diese alten Worte haben an Aktualität nichts verloren. 

Sehr geschwitzt, stolz und gefüllt mit neuen Gedanken kamen wir auf dem Dörnberg an. Es war  bewegend erleben zu dürfen, wie begeistert die Konfis von diesem Ort waren, von der Aussicht, von dem Nachspüren können, wie es damals mit der Bergpredigt war. Welche Anstrengungen Menschen auf sich genommen haben, um von Jesus zu hören.

 

Über die Helfensteine stiegen wir ab und konnten nach kleinen Klettereinlagen gesund und munter am Naturparkzentrum ankommen, wo die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nahmen. 

 

Es war ein toller, unvergesslicher Tag. Für mich wird der Dörnberg jetzt sicher immer mit diesem Erlebnis mit Konfirmanden verbunden bleiben. Und es wäre toll, den Konfis ginge es genauso und die Bergpredigt käme ihnen spätestens, wenn sie mal wieder dort sind in den Kopf. Danke an die tollen Teamer samt Vikarin. Danke an die eine Teamerin, die uns auf dem Berg mit einer Stärkung in Empfang nahm. Danke den Eltern für den Fahrdienst und Danke ihr Konfis, die ihr offen ward und euch habt begeistern lassen.

 

Am Samstag den 11. November lud die Kirchengemeinde Vollmarshausen zum Familien-Martinstag ein.

Den Auftakt bildete eine Andacht in der Kirche mit einem Martinsspiel des „Kids in Action Teams“.

St. Martin kam auf seinem Pferd herbeigeritten, teilte den roten Mantel eindrucksvoll mit dem Schwert und gab die Hälfte des Mantels dem frierenden, barfüßigen Bettler.

Pfarrerin Kerstin Grenzebach und Kirchenvorsteherin Monika Bruhns rahmten das Spiel mit Gebet und Predigt. Mit musikalischer Unterstützung von Heinz Ebrecht wurden dazu noch beschwingt Martinslieder gesungen.

In der Arche gab es anschließend im großen Saal Kaffee, Kuchen, Waffeln und es wurde im ganzen Haus fleißig gebastelt. Frauke Wortmann und ihr Team bastelten mit Jung und Alt bunte Laternen, dekorative Sterne aus Ästen, gefiederte Martinsgänse und glänzende Fröbelsterne. Die Waffelbäckerinnen backten eine Waffel nach der anderen. Es wurde geschnuddelt und gemütlich beieinander gesessen. Die Basteltische waren voll belegt und in den großen Saal mussten noch Stühle getragen werden.

Um 17 Uhr hieß es dann: „Komm, wir wollen Laterne laufen!“ Etwa 300 Laternenläufer machten sich mit Kinderwägen, Taschenlampen und leuchtenden Laternen aller Formen und Farben von der Kirche aus auf den Weg. Unter der Führung von Pfarrerin Kerstin Grenzebach ging es vom Eichenweg über den Buchenweg in den Friedhofsweg und dann zur Jukeboxx. Der Laternenzug wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Lohfelden bestens gesichert, sodass alle Straßen gefahrlos überquert werden konnten. An zwei Stopps sammelte sich der Zug um gemeinsam mit Friederike Strüwing an der Gitarre im Laternenlicht mit vereinten Kräften fröhlich Laternenlieder zu singen.

Vor der Jukeboxx, wo Dirk Schmidt und sein Team die hungrigen und durstigen Laternenläufer mit heißem Kinderpunsch und Hotdogs und anderen Leckereien bewirtete, ging ein rundum gelungener Tag zu Ende.

 

Kinder, Eltern, der Kindergarten, die Kirchengemeinde und alle Beteiligten sind sich einig: Der Familien-Martinstag war einfach spitze und muss nächstes Jahr unbedingt wiederholt werden! 

 

 

Am 14. August feierte der Konfirmanden Jahrgang 1956 seine Diamantene Konfirmation. Vor 60 Jahren am 25. März wurden in der Vollmarshäuser Kirche 49 Jungen und Mädchen von Pfarrer Reining eingesegnet. Zu unserem Festgottesdienst konnte Pfarrerin Kerstin Grenzebach 18 Konfirmanden in unserer Kirche begrüßen, mit denen sie gemeinsam vom Gemeindehaus "Die Arche" in die festlich geschmückte Kirche einzog.

 

In der Begrüßung erinnerte sie daran, dass wir vor 10 Jahren die Goldene Konfirmation noch mit 24 Konfirmanden feiern konnten. Seit der Konfirmation sind inzwischen 17 Personen verstorben. Bei brennender Osterkerze wurden ihre Namen verlesen und ihnen gedacht.

 

Das Lied "Nun danket alle Gott" konnten wir aus vollem Herzen singen. Die Predigt leitete unsere Pfarrerin mit der Feststellung ein, dass wohl alle bestätigen können „unser Alltag hat so seine Tücken“. Mit einem persönlichen Erlebnis rund um Ihren neuen Strandkorb machte sie eindrucksvoll deutlich, dass aus dem anfänglichen "kümmern" um eine neue Sache sich mit der Zeit Nachlässigkeit und am Ende sogar Schludrigkeit einstellen kann.

 

Dabei vergisst man leicht, dass die Zeit immer ihre Spuren hinterlässt. Der Strandkorb war so Jahr für Jahr ohne Beachtung dem Wetter ausgesetzt und am Ende zerbrach die Sitzfläche. Sie nannte dies "Materialermüdung". Für Techniker sah es mehr danach aus, dass hier etwas morsch geworden war. Es kam die Erkenntnis: „Hättest du dich mehr um den Strandkorb gekümmert, wäre das nicht scho nach fünf Jahren passiert. Genauso ist es mit uns, das Leben in all seiner Bandbreite hinterlässt auch Spuren.

 

Das Stichwort „Materialermüdung“ und was man selbst in diesem Zusammenhang tun kann, brachte sie zu einem Wort aus Psalm 92, in dem es heißt: "Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein". Wie passt das nur zusammen?

 

Bei Menschen Mitte 70 hat es nicht nur schöne Seiten gegeben. Sicherlich gab es auch Zeiten mit Leid, Krankheit und Mutlosigkeit neben lauschigen Stunden. Auch der Glaube wird manchmal müde und das Leben lässt an Gott zweifeln. Kirche und Glaube treten in den Hintergrund, Kirche wirkt altmodisch und man war ohnehin damit beschäftigt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Man ist bzw. war ja schließlich voll ausgelastet. Für Kirche und Glaube blieb wenig Zeit, ja es entstand eine gewisse "Materialermüdung"! Der Psalm spricht jedoch eine andere Sprache, denn der Glaube lässt das Leben aus einer anderen Perspektive sichtbar werden. Wenn auch der Körper Materialermüdung zeigt, kann der Mensch von innen heraus, aus tiefster Seele blühen, frisch und fruchtbar sein. Die Zeit hat sich verändert, unser Glaube kann ein ganz anderer sein, aber Gott hat sich nicht verändert, er kann die Konstante in unserem Leben sein und/oder wieder werden.

Nach dem Abendmahl wurde uns wieder Gottes Segen und Schutz zugesprochen.

 

 

 

Bei dem anschließenden gemeinsamen Friedhofsbesuch an den Gräbern der Verstorbenen Mitkonfirmanden ging es zum Mittagessen in die Gaststätte zum Grünen Baum. Zwischenzeitlich wurde von Pfarrerin Grenzebach und zwei Mitkonfirmanden unsere nicht mehr ganz mobile, erkrankte Mitkonfirmandin zuhause besucht. In der Zeit bis zum Kaffeetrinken konnten alte Geschichten aufgewärmt und vieles neu in Erinnerung gebracht werden.

 

 

 

 

Ein schöner Tag ging zu Ende. Unser Dank gilt den Organisatoren, den Kuchenbäckerinnen sowie unserer Sängerin Clara Winciers, die bei ihren drei Liedern von der Organistin Elke Phieler am Klavier begleitet wurde. Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Pfarrerin Kerstin Grenzebach, bei deren Predigt und ihrer Geschichte sich alle wiederfinden konnten.

 

Horst Nähler

 

Arbeitsreiches Treiben war am vergangenen Sonnabend rund um die Kirche zu erleben. Über 20 Männer, Frauen und Konfirmanden waren mit der Installation der Strahler für eine beleuchtete Kirche beschäftigt. Mit so vielen helfenden Händen hatte keiner gerechnet. Aber rasch war klar: wenn wir schon so viele sind, wird das genutzt und ratzfatz wurde die Hecke geschnitten, Laub gerecht, Gräben gezogen, Kabel gelegt, Strahler aufgebaut und natürlich in der Pause auch eine Bratwurst gegessen.

Vielen Dank all ihr fleißigen Helferinnen und Helfer. Ein besonderer Dank geht an Uwe Armbröster, der die ganze Bestrahlungstechnik ausgeklügelt hat und die ruhige und freundliche Bauleitung übernommen hatte. Und klasse war: erst als wir fast fertig waren, begann der lang anhaltende ziemlich nerviger Nieselregen. Also alles richtig gemacht. Wir dürfen uns auf die Adventszeit freuen, in der wir die Beleuchtung genießen können. Übrigens wurden die kompletten Kosten aus Spenden gedeckt. Auch dafür allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön!

 

 

In diesem Jahr konnte unser Frauenkreis das 9. Teichfest feiern. Nachdem unser Fest in den ersten Jahren am Teich im Pfarrgarten unter schwierigsten Wetterbedingungen durchgeführt wurde, haben wir es seit einigen Jahren in die Arche verlegt, den Namen aber beibehalten. Über 40 Frauen und drei Männer waren gekommen, um einen fröhlichen, lebendigen und sehr abwechslungsreichen Nachmittag miteinander zu verleben. Der Seniorenausschuss hatte sich wirklich einiges einfallen lassen. Nach der zum Nachdenken anregenden Andacht zum Thema „Sei kein Frosch!“ grillten Frank Nörthemann und Helmut Buttlar Bratwurst, die zu leckeren Salaten, die Irmgard Pruin vorbereitet hatte gut schmeckten. Dazu ein sprudelndes Wasser oder gar ein kühles Radler passte prima. Dennoch fand  auch das kleine Eis, das uns Petra Althans kredenzte, noch sehr gut Platz im Bauch. Elisabeth Bartsch am Schifferklavier begleitete die nun folgende Gesangsrunde und trug einige Gedichte vor. Dann kam der Höhepunkt des Nachmittags. Mechthild Gundelach hatte vorgeschlagen den Froschkönig aufzuführen und so konnten wir ein herrliches Theaterstück sehen, in dem Lisa Greve, die gerade Praktikum in unserer Gemeinde macht, als schöne Prinzessin glänzte. Gisela Jungfleisch war die würdige Königin, die voller Entsetzen mit ansehen musste, was ihre Tochter erlebte. Mechthild Gundelach spielte den strengen König und Kerstin Grenzebach war nach ihre Rolle als Frosch/Prinz richtig k.o. Nach dieser Aufführung beschäftigten sich die Frauen intensiv mit den Fragebögen zur Gemeindeumfrage. Lieder, Gedichte und eine Geschichte brachten die Zeit bis zum Kaffee kurzweilig herum und auch schönes Schnuddeln durfte natürlich nicht fehlen. Nach dem Kaffeetrinken und Gebet und Segen machten sich alle Frauen und Männer sehr fröhlich und beschenkt auf den Heimweg. Dem Seniorenausschuss ein herzliches DANKESCHÖN für diese geselligen Stunden.

13 muntere Frauen in den besten Jahren besuchten vergangene Woche das Mehrgenerationenhaus des ASB in der Kulturhalle. Einige machten sich bei schönstem Wetter zu Fuß auf den Weg, andere mit dem Auto.

Jan Weifenbach, der das Mehrgenerationenhaus und seine Angebote managt, begrüßte uns freundlich, führte uns durch das Haus und ging dann mit uns zur Tagespflege, die wir mit der dortigen Leitung anschauen konnten. Wir staunten über die schönen, hellen und freundlichen Räume und konnten uns sehr gut vorstellen, dass man sich dort wohl fühlen kann.

Beim offenen Treff wurden wir mit offenen Armen empfangen und konnten es uns bei Kaffee, Kuchen  und belegten Brötchen richtig gut gehen lassen. Vielen Dank dafür.

Es war ein sehr informativer Nachmittag, der uns allen die Arbeit im Mehrgenerationenhaus näher gebracht hat und uns zeigte, dass es doch das eine oder andere Angebot auch für uns dort gibt.

Und: es ist eine richtig gute Idee mit der Frauengruppe einmal im Jahr einen Ausflug zu machen und über den Tellerrand zu schauen.