Vollmarshäuser Konfirmanden erwandern mit ihren Eltern die Gemarkung Vollmarshausen

 

Wenn man schon im Jubiläumsjahr konfirmiert wird, ist es ja beinahe Pflicht, sich auf den „Baddschensteig“ zu begeben, bei dem man die Gemarkung Vollmarshausen abwandert.

 

Am vergangenen Sonntag begaben sich nach dem gemeinsamen Gottesdienst bei Kaiserwetter 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden, ihre Eltern und einige andere Vollmarshäuser geführt von Herrn Bässe und Herrn Müller auf diesen 14 Kilometer langen Weg. Die Ausgangsbedingungen waren einfach perfekt, sodass wir alle gut gelaunt starteten. Unsere Wanderbegleiter versorgten uns an verschiedenen Punkten mit geschichtlichen Informationen und wiesen uns auf die immer wieder herrlichen Blicke auf unser schönes Dorf hin, dass sich uns aus vielschichtigen Perspektiven präsentierte. 14 Kilometer, das ist schon ein Wort für 13-14jährige Jugendliche, die nicht unbedingt alle sehr wandererfahren sind. Aber diese Gruppe meisterte auch diese Aufgabe, wie bisher alle Herausforderungen als Konfi, mit Bravour. Sie bissen die Zähne zusammen und auch wenn das Dorf links lag und wir mal wieder nach rechts abbogen, obwohl dies komplett unlogisch erschien, liefen sie einfach weiter. Super gemacht, liebe Konfis! Schön, dass so viele Eltern dabei waren. Und danke an unsere freundlichen und zugewandten Wanderbegleiter. Es war ein gelungener Tag.

 

 

 

 

 

 

Kurz vor dem Start sahen die neun Konfirmandinnen und Konfirmanden, die zum Dorflauf bei Nieselregen gekommen waren ziemlich lustlos aus und hatten wirklich überhaupt keinen Bock, sich bei diesem Wetter anzustrengen und auf die fünf Kilometer lange Strecke zu gehen. Doch je näher der Start kam, desto freudiger wurden sie. Die Stimmung war gut und die anderen Läufer, die bereits mit den Hufen scharrten, steckten unsere Konfis an. Zudem kamen gerade die Schüler und Schülerinnen ins Ziel und auch der Anblick dieser engagierten Kindergesichter stachelte unsere Jugendlichen an. Hanna kam zum Anfeuern. Die vier Konfirmandinnen Loredana, Josephine, Anne und Michelle gingen gemeinsam an den Start. Luca und Filip waren vorne mit dabei und gaben richtig Gas. Sven und David ließen es etwas gemütlicher angehen, wurden aber von Runde zu Runde schneller. Es dauerte etwas bis die Gesichter rot aber auch glücklich leuchteten.

 

Ich bin sicher, dass alle 8 Konfiläuferinnen und –läufer richtig stolz ins Ziel kamen. Und das können sie auch sein, denn das ist schon eine tolle Leistung. Charleen und Marietta von den Konfiteamern gingen auch mit an den Start und liefen eine klasse Zeit. Rundum war es für uns Konfileute ein besonderes, schönes und beeindruckendes Ereignis, das trotz des nicht so dollen Wetters wirklich Spaß gemacht hat. Traurig war, dass Michelle ein Asthmaanfall bekam und ausscheiden musste. Nächstes Jahr sind die Vollmarshäuser Konfirmanden auf jeden Fall wieder dabei.

 

 

Einweihung Schnuddelhäuschen: 

Bei strahlendem Sonnenschein weihten die Konfirmanden am Sonntag, den 15. April gemeinsam mit ihren Familien, den Mitgliedern des Förderkreises und dem Kirchenvorstand ihr Archegarten-Projekt ein. Mit Bratwurst vom Grill, Getränken und ausgiebiger Schnuddelei wurde das Schnuddelhäuschen zur Einweihung direkt super in Gebrauch genommen. 

Im Januar hatten Ben Günther und Aaron Bruhns stellvertretend für ihre Konfi-Gruppe im Kirchenvorstand die Idee, den Grillplatz im Archegarten durch ein Schnuddelhäuschen zu erweitern, präsentiert. Das schlechte Wetter verzögerte das Bauvorhaben. In mehreren Arbeitseinsätzen konnte das Häuschen mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern und Großeltern dann im März errichtet werden. Zuletzt wurde noch eine Tafel mit allen Namen der Konfirmandinnen und Konfirmanden angebracht. 

Finanziert wurde das Projekt von der Raiffeisenbank Baunatal. Frau Böhle war als Abgesandte der Raiffeisenbank zur Einweihung des Häuschens gekommen und freute sich, dass mit der Spende von 700 Euro ein großartiges Projekt verwirklicht werden konnte.

Das Schnuddelhäuschen bereichert den Archegarten ungemein. Es sieht richtig schön aus, bietet Raum um ins Gespräch zu kommen und mit toller Aussicht gemütlich schnuddelnd zusammen zu sitzen. Die Kirchengemeinde freut sich sehr über das Schnuddelhäuschen und ist dankbar für den großen Einsatz der Konfirmanden und ihrer Familien.

 

"Auf zur Wartburg!“, hieß es am Montag, den 2. Oktober für die Konfirmanden der Söhre. Mit einem großen roten Bus starteten die Vollmarshäuser Konfirmanden um 9 Uhr an der Grundschule ein. Dann wurden nach und nach die Konfirmanden aus Wellerode, Eiterhagen und Wattenbach eingesammelt. Mit insgesamt 48 Konfirmanden, Pfarrerin Kerstin Grenzebach, Pfarrerin Ulrike Grimmell-Kühl und Vikarin Anna Debes ging es dann Richtung Wartburg. Zur thematischen Einstimmung ließ sich Pfarrerin Ulrike Grimmell-Kühl alias Katharina von Bora von der Vikarin interviewen. Die Konfis hörten, wie es Katharina von Bora im Kloster erging, wie sie die Reformation erlebte und schließlich Martin Luthers Frau wurde. Umso weiter sich der große rote Bus der Wartburg näherte, umso miserabler wurde das Wetter. In Sturm und Regen meisterten die Konfis den Aufstieg zur Wartburg. Oben angekommen, erwartete sie passend zum Reformationsjubiläum die Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“. Ausgestattet mit Audioguides erkundeten die Konfirmanden die Wartburg, wo Martin Luther 1521/22 unter dem Decknamen „Junker Jörg“ das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte. In der Ausstellung gab es reich verzierte Schmuckbibeln, eindrückliches Bildmaterial und reformatorisch bedeutsame Schriftstücke, wie die 95 Thesen zu sehen. Aufgrund der Wetterverhältnisse musste die im Anschluss an den Ausstellungsbesuch geplante Wanderung durch die Drachenschlucht leider ausfallen. Zur großen Freude der Konfis wurde stattdessen auf der Rückfahrt ein Zwischenstopp bei MC Donalds eingelegt. Ein bisschen durchgefroren und nass, aber fröhlich und mit neuen Erkenntnissen über Luther und die Reformation kehrten wir am späten Nachmittag wieder in die Söhre zurück.